Bild: ZDF/dpa
Seine 4 wichtigsten Aussagen

Vor gut zehn Wochen hat der Journalist Deniz Yücel das Gefängnis in der Türkei verlassen, jetzt gab er sein erstes ausführliches Interview. Dabei sprach er über die Bedingungen in Haft und warf deutschen Unternehmen ihr Schweigen und mangelnden Protest vor. 

Das sind seine wichtigsten Aussagen: 

1. "Ich hätte mir auch zum Beispiel eine Anzeige gewünscht oder eine Wortmeldung gewünscht von führenden Vertretern der deutschen Wirtschaft, die in der Türkei ja auch sehr stark engagiert sind", sagte Yücel in der ZDF-Talkshow "Maybritt Illner". 

Er ergänzte: "Und es ist nicht so, dass es da nicht auch Versuche gegeben hätten, diese Damen und Herren auch zu einem Statement zu bewegen." Yücel will damit sagen, dass die Wirtschaft von ihrem Einfluss auf die Türkei hätte mehr Gebrauch machen können, um ihn frei zu bekommen. 

Der Fall Yücel und die Verwerfungen zwischen Deutschland und der Türkei

Yücel hatte sich Mitte Februar 2017 der türkischen Justiz gestellt und wurde anschließend 367 Tage ohne Anklage in Untersuchungshaft behalten. Die Türkei wirft ihm "Propaganda für eine Terrororganisation" und "Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit" vor. 

Wegen der Inhaftierung Yücels, des Menschenrechtlers Peter Steudtner und der Journalistin Mesale Tolu war es zu einer Krise zwischen Deutschland und der Türkei gekommen. 

Als letzter dieser drei deutschen Gefangenen wurde im Februar Yücel freigelassen. Steudtner und Yücel durften aus der Türkei ausreisen, Tolu nicht.

2. "Das sind zwar Islamisten und Nationalisten und so, aber das sind sie alles hobbymäßig. Hauptberuflich sind sie Gangster."

Das ist Yücels Begründung dafür, dass der Druck der Wirtschaft geholfen hätte. Denn das sei die Sprache, die die Türkei verstehe. 

3. "Die Einsamkeit war das schwierigste, die Einsamkeit und natürlich das Gefühl, die wollen mich jetzt zum Schweigen bringen", sagte Yücel.

So beschreibt der Journalist die Isolationshaft. Er lebte auf zwölf Quadratmetern in einer Zelle. Er erklärte, dass er Soße von Essenskonserven als Tinte benutzte und eine Gabel als Stift. 

4. Yücel bedankte sich bei seinen Unterstützerinnen und Unterstützern: "Das war eine ganz ganz große Hilfe dabei, diese Zeit zu überstehen."

Mit Material von dpa


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