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Popcorn, please! Der Twitter-Streit zwischen Trump und Clinton.

Es gab mal eine Zeit, in der sich die US-Präsidentschaftskandidaten in Reden beharkten, ab und zu stritten sie in TV-Duellen. Viel mehr Schlagabtausch gab es nicht. Diese Zeiten sind vorbei, das Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump wird vor allem im Internet ausgefochten – und es wird immer schärfer.

Jetzt hat Hillary Clinton Donald Trump mit einem Tweet gnadenlos bloßgestellt.

Der Streit begann mit einem ziemlich offenen Tweet von Trump:

"Obama unterstützt jetzt die verlogene Hillary. Er will vier weitere Jahre Obama– niemand will das!"

Und Clinton so:

Das hat gesessen.

Trumps halbherziger Hinweis auf Clintons E-Mail-Affäre interessierte eigentlich niemanden mehr. Auf dem Schulhof hätten die grölenden Klassenkameraden längst Hillary zur Gewinnerin des Schlagabtausches gekürt. Entsprechend reagierten die Twitter-Nutzer.

"Delete your Account" – mit diesem Spruch reagieren Twitter-User häufig auf missratene Witze. Der Satz ist ein kleines Stück Internet-Kultur, es wäre verwunderlich, wenn Hillary Clinton diesen Tweet selbst geschrieben hätte.

Sie hat ein Social-Media-Team, das oft für sie twittert. Die Konsequenz: Ihre Tweets sind oft witzig, wirken spontan und passen nicht recht zur echten, oft emotionslos wirkenden Hillary Clinton. Trump hingegen twittert selbst – inklusive Rechtschreibfehler und unüberlegter Hassattacken. Er retweetet jeden, der ihn auf Twitter lobt – auch wenn das Rechtsradikale sind (Vox.com).

Das steckt dahinter

Seit gestern Abend unterstützt Barack Obama offiziell Hillary Clinton als Präsidentschaftsbewerberin. Deshalb attackierte Trump sie öffentlich auf Twitter. Das ist seine Masche, seit einigen Wochen lässt sich aber auch Clinton auf die Schlammschlacht ein.

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Weiße Anführungszeichen
I'm with her

Vorher hatte Obama noch Bernie Sanders empfangen mit ihm diskutiert. Der Senator aus Vermont hat keine Chance mehr auf eine Nominierung durch die Demokraten – macht aber trotzdem weiter unermüdlich Wahlkampf. Der selbsternannte Sozialdemokrat redet von einer "Revolution" und setzt sich für einen Wohlfahrtsstaat nach skandinavischem Vorbild ein. Vor allem junge Amerikaner scheinen wie besessen von ihm, viele denken derzeit überhaupt nicht daran, Hillary Clinton zu wählen.

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Die Demokraten werden in den nächsten Monaten versuchen, die Reihen zu schließen und die Sanders-Anhänger für Clinton zu gewinnen. Sie können es sich nicht leisten, dass Demokraten nicht zur Wahl gehen, weil ihr Lieblingskandidat nicht antritt. Das würde Trump in die Karten spielen.

Wie wollen die Demokraten das schaffen?

Schon Obamas Unterstützung für Clinton dürfte helfen. Am kommenden Mittwoch will er in Wisconsin auftreten – zusammen mit Hillary Clinton.

Zudem hat auch Elizabeth Warren gestern Abend bekannt gegeben, dass sie Hillary Clinton unterstützen wird. Die Senatorin von Massachusetts ist eine wichtige Figur der linken Demokraten. Ihr wird zugetraut, dass sie die Sanders-Anhänger für Clinton gewinnen kann.

Mithelfen müsste aber vor allem Sanders selbst. Genau darüber dürften Obama und Sanders bei ihrem Treffen diskutiert haben. Normalerweise läuft es so: Clinton übernimmt einige von Sanders Forderungen, dafür unterstützt Sanders sie öffentlich.

Einen ersten Schritt hat er schon getan. "Ich brauche nicht zu sagen, dass ich alles in meiner Macht Stehende tun werde und so hart wie möglich daran arbeiten werde, damit Donald Trump nicht Präsident der Vereinigten Staaten wird", sagte Sanders der Presse.

Er wolle mit Clinton gemeinsam Donald Trump besiegen und eine Regierung bilden, "die alle und nicht nur die ein Prozent repräsentiert." (Süddeutsche)

Lass uns Freunde werden!


Haha

Was für ein Praktikanten-Typ bist du?
"Ach, du bist der Neue?!"

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