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Mehr Transparenz führt zu mehr Gerechtigkeit, zeigt eine Studie.

Noch immer bekommen Frauen und Männer in Deutschland nicht den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit – der vom Statistischen Bundesamt erhobene Lohnunterschied, auch Gender Pay Gap genannt, lag 2017 bei 21 Prozent. Männer verdienten also im Durchschnitt brutto pro Stunde 21 Prozent mehr Geld als Frauen.

In Dänemark wurde bereits 2007 mit einem Gesetz versucht, gegen den Gender Pay Gap vorzugehen – und das offenbar mit Erfolg, wie eine Studie nun zeigt. 

Was wurde in Dänemark eingeführt?

2007 trat der sogenannte "Equal Pay Act" in Kraft. Seitdem müssen unter anderem Unternehmen mit mehr als 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offenlegen, wieviel Gehalt Frauen und Männer bei ihnen bekommen. 

Festgeschrieben wurde außerdem, dass Männern und Frauen der gleiche Lohn gezahlt werden muss und dass die Behörden sich aktiv gegen geschlechtliche Diskriminierung einsetzen sollen.

Was hat sich mit dem Gesetz geändert?

Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern haben sich nun in einer Studie angesehen, ob sich mit dem Gesetz auch tatsächlich etwas getan hat. Dafür betrachteten sie die Lohnentwicklung von dänischen Männern und Frauen von 2003 bis 2008, also vor und nach Einführung des Gesetzes. (Bloomberg)

Das Ergebnis: In Unternehmen, die offenlegen mussten, wie sie Männer und Faruen bezahlen, stiegen die Löhne aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – allerdings stiegen die von Frauen stärker und glichen sich damit mehr den Löhnen der Männer an. 

Im Vergleich zu Firmen, in denen die Lohnunterschiede nicht offengelegt werden mussten, seien die Löhne von Männern in den Unternehmen mit Lohntransparenz weniger stark gestiegen. Das heißt, die Frauen bekamen den größeren Anteil der Lohnsteigerungen.

Der Gender Pay Gap habe sich bei den untersuchten Unternehmen um sieben Prozent verringert, so die Wissenschaftler in der Studie. Sie schließen daraus: Transparenz beim Gehalt wirkt – und stärkt die Lohngerechtigkeit. 

Was bedeutet das für Deutschland?

Auch hierzulande soll ein Gesetz dabei helfen, den Gender Pay Gap zu schließen, doch das deutsche "Lohntransparenzgesetz" geht nicht so weit wie in Dänemark. Seit 2018 können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten erfragen, wieviel Kolleginnen und Kollegen des anderen Geschlechts verdienen, die in einer ähnlichen Position wie man selbst arbeiten. Die Auskunft ist also nicht so allumfassend wie in Dänemark.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Ausnahmeregelungen, welche die Wirkung des Gesetzes infrage stellen. So muss es beispielsweise mindestens sechs Beschäftigte des anderen Geschlechts in der Position geben, damit man eine Antwort erhalten kann. 

Der tatsächliche Nutzen des Gesetzes für die Schließung des Gender Pay Gap in Deutschland ist daher womöglich geringer – dabei zeigt Dänemark gerade, dass wirkliche Transparenz etwas ändern kann. 


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"Kleinkarierte Verbotspartei": Philipp Amthor greift bei "Maischberger" die Grünen an

Zum Jahresende wollte Sandra Maischberger in ihrem Politik-Talk einmal zurückblicken – auf ein Jahr geprägt von andauerndem GroKo-Streit, Merkels Rückzug und dem Erstarken der Grünen

Bei diesem Thema gerieten allerdings CDU-Politiker Philipp Amthor und die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt, aneinander – mit alten Vorwürfen der Grünen als "Verbotspartei".

Wie lief der Schlagabtausch ab?

Als Sandra Maischberger die Grünen als "neue Volkspartei" bezeichnet und sie die "neue bürgerliche Mitte" nennt, weist Philipp Amthor das vehement zurück und verweist auf seine Heimat in Mecklenburg-Vorpommern, wo es noch immer Wahllokale gebe, in denen kein Mensch für die Grünen stimme. 

Er gibt aber zu: Die Grünen seien auf einem Hoch – "und selbst ich muss ja sagen, Robert Habeck und Annalena Baerbock sind gar nicht unsympathisch", fügt der 26-Jährige mit Blick auf das Spitzen-Duo der Partei an, während Göring-Eckardt neben ihm etwas irritiert blickt.

Natürlich sollte dies aber nicht der Anfang einer Lobeshymne des CDU-Politikers auf die Grünen sein: