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Für Menschlichkeit, gegen Rassismus

Rund hundert Menschen haben sich Samstagabend im sächsischen Clausnitz zu einer Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge versammelt. Damit wollen sie ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt setzen. Auf Transparenten forderten die Demonstranten eine menschenwürdige Unterbringung von Geflüchteten.

“Geflüchtete sind hier willkommen. Ohne Wenn und ohne Aber", heißt es auf der Facebook-Seite der Veranstalter. Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration friedlich. "Es gibt keinerlei Störungen", sagte ein Polizeisprecher in Chemnitz. (ORF)

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Am Freitag dokumentierte ein Video hässliche Szenen in Sachsen: Ein rechter Mob grölte 24 ankommenden Flüchtlingen “Wir sind das Volk” entgegen und blockierte die Anfahrt zu einer Asylunterkunft. Die zahlenmäßig unterlegene Polizei zerrte Flüchtlinge grob aus dem Bus in die Unterkunft. Diese verstörenden Bilder sorgten für Empörung.

Was war am Freitag passiert?

Auf der Facebook-Seite “Döbeln wehrt sich” wurde am Freitag ein Video gepostet, in dem ein rechter Mob gegen Flüchtlinge hetzte. Wer genau das Video gedreht hat, ist unklar. Ziel war es, die Zufahrt zur Asylunterkunft in dem sächsischen Ort zu blockieren. Unter den Ankommenden befanden sich auch minderjährige Flüchtlinge, die durch das Geschehen besonders verängstigt wurden. Das Vorgehen der Polizei wurde scharf kritisiert. Am Freitagnachmittag tauchte ein weiteres Video auf, das die Ankunft der Flüchtlinge zeigte. Ein Polizist packte dabei einen Flüchtling unsanft im Nacken und zerrte diesen aus dem Bus.

Die Polizei selbst spricht sich von jedem Fehlverhalten frei und kündigte an, doch eher gegen die Insassen des Busses zu ermitteln. Einige hätten sich wenig kooperativ verhalten.