Bild: dpa/Wolfgang Kumm
Alles ganz anders.

Christian Lindner hat keine Vorurteile gegenüber Ausländern. Das hat er jetzt nochmal betont. Nachdem der FDP-Chef am Wochenende mit einem Spruch über Angst vor Fremden stark kritisiert worden war (bento), wollte er sich – und den Spruch – noch mal erklären. 

Lindner hatte gesagt, in der Schlange beim Bäcker frage man sich als Deutscher, ob der Ausländer an der Theke legal im Land sei. Oder eben nicht. In einem Video sprach Lindner auf Twitter darüber, dass Debatten über Flüchtlinge und Integration nüchtern geführt werden müssen. 

Wer in seinen Aussagen Rassismus oder Rechtspopulismus lese, sei "etwas hysterisch unterwegs". Sagt Lindner.

Die Bäcker-Anekdote habe er nicht erfunden. Es gehe um eine reale Situation, die ihm ein befreundeter Zuwanderer geschildert habe. 

Hier ist das Video:

Was war überhaupt passiert? 

Lindner hatte am Samstag beim Bundesparteitag der FDP eine Szene geschildert, die sich um Fremdenangst dreht. Er sagte:

"Man kann beim Bäcker in der Schlange nicht unterscheiden, wenn einer mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen bestellt, ob das der hoch qualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien ist oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer. Damit die Gesellschaft befriedet ist, müssen die anderen, die in der Reihe stehen, damit sie nicht diesen einen schief anschauen, und Angst vor ihm haben, sich alle sicher sein, dass jeder, der sich bei uns aufhält, sich auch legal bei uns aufhält."

Die Anekdote hatte eine heftige Rassismus-Diskussion im Netz ausgelöst. In der FDP hatte sie Mitglieder so erzürnt, dass einer sogar ausgetreten ist (bento), auf Twitter wurde Lindners Spruch schnell zum Meme (bento).

Der Vorwurf vieler: Anstatt bei jedem Menschen Unschuld zu vermuten, schürt Christian Lindner Alltagsrassismus – indem er Deutschen das Gefühl gibt, "Fremde" könnten per se etwas verbergen.

Auch wenn Lindner seinen Spruch am Ende ganz anders gemeint haben wollte, zumindest die AfD fühlte sich mit der Aussage wohl. "Wir laden die FDP gerne ein, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen", sagte Fraktionschefin Alice Weidel. (Tagesschau)


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