In China tragen Polizisten jetzt spezielle Brillen, mit denen sie gesuchte Verbrecher an der Nasenspitze erkennen können. Die Brillen sind mit einer Gesichtserkennungs-Software ausgestattet, die Menschen mit Verbrecherkarteien abgleicht.  

Die Brillen wurden erstmals von der Polizei in der zentralchinesischen Stadt Zhengzhou eingesetzt. Zhengzhou ist eine Millionenstadt, zum Chinesischen Neujahrsfest am 16. Februar werden Tausende Zugreisende erwartet – also will die Polizei da auf Brillen-Verbrecherjagd gehen. (Wall Street Journal/China Paper)

Bereits in den vergangenen Wochen wurden die Brillen eingesetzt: 

Sieben gesuchte Verbrecher sollen so erkannt worden sein, außerdem weitere 26 Personen, die mit gefälschten Personalien unterwegs waren.

Die Sonnenbrillen sind mit einer Datenbank verbunden, in der gesuchte Kriminelle aufgelistet sind. Die Brille gleicht die Gesichter von Reisenden mit der Datenbank ab – so können die Polizisten direkt reagieren, wenn sie einen Gesuchten vor sich haben.

Hinter den Sonnenbrillen steckt die chinesische Firma LLVision. Laut der Firma soll es mit den Brillen möglich sein, Einzelne unter 10.000 Gesichtern zu erkennen (Wall Street Journal).

Warum ist das wichtig?

Die Brille vereinfacht die Jagd auf Kriminelle – kann aber auch gegen unschuldige Bürger verwendet werden. In autokratischen Regimen könnten Sicherheitskräfte die Software nutzen, um Oppositionelle und Demonstranten zu identifizieren. Der einzelne Mensch wird mehr und mehr zum gläsernen Bürger, die Technik dazu ist bereits da.

Und nicht nur Regimes wie China verwenden sie. LLVision hat die Spion-Brillen nach eigenen Angaben bereits in die USA und nach Japan verkauft.

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