Drei Fragen und Antworten

Was ist passiert?

Nach den rechtsextremen Krawallen in Chemnitz hat der Sächsische Flüchtlingsrat ein für Samstag geplantes Sommerfest abgesagt. An dem Tag planen Rechte erneut mehrere Kundgebungen in der Stadt, die Veranstalter sehen sich nicht in der Lage, die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu garantieren.

Was steht am Samstag in Chemnitz an?

Unter anderem soll es am Samstag einen "Trauermarsch" der AfD geben, dahinter steht neben anderen auch Björn Höcke. Er hatte in seinem Aufruf vorsorglich Verhaltensregeln festgelegt: Während des Schweigemarsches sollten die Teilnehmer nicht essen und trinken, das Rauchen ist ihnen ebenfalls untersagt. (SPIEGEL ONLINE)

Der Sächsische Flüchtlingsrat betonte in einem Statement, dass es sich nicht um eine "Kapitulation gegenüber dem Nazimob" handele. Die Bilder und Erlebnisse seit Sonntag seien für viele Schutzsuchende kaum zu ertragen, schreibt der Verein. Stattdessen wird zur Teilnahme an den Gegenprotesten aufgerufen. 

Auch am Donnerstag wollen Rechte in Chemnitz demonstrieren gehen. Das "Bündnis Chemnitz Nazifrei" kündigte jedoch an, nicht zu Gegenprotesten aufzurufen. "Die Demonstration am Montag hat uns gezeigt, dass die Polizei derzeit nicht Willens oder in der Lage ist, unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit zu garantieren", heißt es in einer Mitteilung auf Facebook.

Kritik finden die Aktivisten auch für die sächsische Landesregierung: Bei Ministerpräsident Michael Kretschmer könne man keinen Willen zu einer Verbesserung der Situation erkennen.

Gibt es denn gar keinen Gegenprotest?

Doch. Für die geplanten rechten Kundgebungen am Samstag will das Bündnis einen breiten Gegenprotest organisieren. Für die Demonstration wurde bereits ein Auftritt der Band Madsen angekündigt.



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