Bild: Jan Woitas/dpa
Die wichtigsten Infos zum ersten Chemnitz-Urteil.

Das Gericht in Chemnitz hat einen Demonstranten in einem Schnellverfahren zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der 33-Jährige eine 2000 Euro Strafe zahlen.

Was war passiert?

Der Chemnitzer hatte während der gemeinsamen Kundgebung von AfD, Pegida und Pro Chemnitz den Hitlergruß gezeigt und in Richtung eines Polizisten geschlagen, als der seine Personalien aufnehmen wollte. 

Es ist das erste Urteil gegen einen Teilnehmer der Demonstration. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft will eine Berufung prüfen. Sie hatte eine Haftstrafe von einem Jahr ohne Bewährung gefordert.

Was weiß man noch über den Mann?

Der Mann wird von den Behörden als sogenannter "Gewalttäter Sport" eingestuft. Kurz nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz gab der sächsische Verfassungschutz bereits bekannt, dass er eine Beteiligung regionaler Hooligan-Gruppierungen für möglich halte. 

Teile der gewaltbereiten rechten Szene seien "aus dem Umfeld des lokalen Fußballvereins agierende, feste rechtsextremistische Hooligan-Strukturen", wie etwa die "NS-Boys" oder die Gruppe "Kaotik Chemnitz", sagte Verfassungsschutzpräsident Gordian Meyer-Plath der "Rheinischen Post". (bento)

Mit Material von dpa


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