Bild: Getty Images/Kevork Djansezian
"Pretty People Activist"

Man könnte meinen, dass man als Schauspieler in Hollywood froh sein kann, bildhübsch zu sein – oder zumindest genau das zu sein, was gerade als schön gilt. So wie die vierzigjährige Charlize Theron.

Wirklich freuen kann sie sich aber offenbar nicht über ihre Schönheit. In einem Interview mit der GQ beklagte Theron sich nun darüber, keine anspruchsvollen Rollen zu bekommen, eben weil sie so schön sei. Es gebe nun mal kaum Rollen mit wahrer Tiefe für wunderschöne Models.


Hier ist das ganze Zitat im Zusammenhang:
"Jobs with real gravitas go to people that are physically right for them and that’s the end of the story. How many roles are out there for the gorgeous, f***ing, gown-wearing eight-foot model? When meaty roles come through, I’ve been in the room and pretty people get turned away first.” (Anmerkung: Acht Fuß sind über 2,40 Meter.)
Beim Rest der Menschen kam die Aussage nicht wirklich gut an.


Seit dem Sony-Hack 2014 setzt sich Charlize Theron für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Hollywood ein, in den geleakten E-Mails war nachzulesen, dass weibliche Hollywoodstars deutlich weniger verdienen als die männlichen Hauptdarsteller.

Im Interview mit der "GQ" kritisierte sie auch die Ansprüche an Frauen: Während Männer "wie ein Wein" altern würden, sei es bei Frauen "eher ein welken". Gerade für Frauen über 40 gelte ein völlig unrealistischer Standard.


Today

"Panama Papers": Islands Premierminister will doch nicht zurücktreten

Gestern Abend ging die Nachricht um die Welt, dass der isländische Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson nach den Enthüllungen rund um die "Panama Papers" zurücktreten wolle; die Daten belegen, dass Gunnlaugssons Frau eine Briefkastenfirma besaß, die Anteile an isländischen Banken hielt (bento). Jetzt behauptet der Premier allerdings, er habe seinen Rücktritt nie angeboten.

Das geht aus einer E-Mail hervor, die Gunnlaugsson am Dienstagabend an internationale Medien versendete. Darin schreibt der Premier, er habe sich gar nicht von seinem Amt verabschiedet: "The Prime Minister has not resigned". Er habe lediglich vorgeschlagen "that the Progressive Party Vice-Chairman take over the office of Prime Minister for an unspecified amount of time". (Süddeutsche Zeitung)