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Im Dezember startet Chanukka, das jüdische Lichterfest. Für acht Tage feiern es gläubige Juden auf aller Welt. Was genau sie dabei machen – und worum es bei Chanukka geht – erfährst du hier.

Was ist Chanukka?

Chanukka bedeutet "Einweihung" – mit dem Fest wird der Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem gedacht. Der Tempel ist für Juden ein wichtiges Heiligtum, im Hebräischen Bet HaMikdasch genannt. Dass er nach seiner Zerstörung erneut aufgebaut wurde, feiern Juden noch heute. (Talmud.de)

Der jüdische König David machte Jerusalem um 1000 vor Christus zur Hauptstadt, kurz darauf wurde der erste Tempel errichtet. Etwa 400 Jahre später zerstörten die Babylonier ihn, ein zweiter Tempel wurde erst 164 vor Christus erbaut. Vom Glauben abgefallene Juden hatten in dem Gebäude mittlerweile Zeus verehrt – mit der Einweihung des zweiten Tempels wurde der jüdische Tempeldienst wieder eingeführt.

Der Tempel in Jerusalem

Der zweite jüdische Tempel wurde zerstört. 70 Jahre nach Christus ließen die Römer das Gebäude einreißen. Übrig blieb allein die westliche Außenmauer. Als Klagemauer gilt sie Juden heute als wichtiges Heiligtum. 

Auf dem Gelände des ehemaligen Tempels haben aber mittlerweile Muslime ihren Felsendom errichtet – es ist einer der Gründe für den Konflikt zwischen beiden Religionen. (Hier erfährst du mehr dazu)

Wann ist Chanukka 2018?

2018 wird es vom 3. bis 10. Dezember gefeiert. Die erste Kerze wird aber bereits je am Vorabend entzündet – in diesem Jahr also am Sonntag, dem 2. Dezember. Der Tag wird Erew Chanukka genannt.

Grundsätzlich findet das Lichterfest immer in der Adventszeit statt, jedoch nicht an einem festen Datum wie Weihnachten. Das liegt daran, dass der jüdische Kalender anders berechnet wird, als der gregorianische Kalender.

In Bildern – So wird Chanukka gefeiert:

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Wie wird Chanukka gefeiert?

Das Fest dauert acht Tage und wird auch Lichterfest genannt. Das hängt mit der Legende rund um die Wiedereinweihung zusammen.

Im Tempel stand die sogenannte Menora, ein siebenarmiger Leuchter:

(Bild: Flickr/Evangelisches Schuldekanat Schorndorf/Waiblingen)

Die Menora ist ein wichtiges Symbol im Judentum. Sie soll niemals erlöschen und wird mit geweihtem Öl befüllt. Als der Tempel zurückerobert wurde, war der Legende nach nur noch Öl für einen Tag übrig. Neues herzustellen, dauerte acht Tage. Wie durch ein Wunder brannte die Menora acht Tage lang durch – bis das neue geweihte Öl hergestellt worden war. 

An dieses achttägige Wunder wird zu Chanukka erinnert – und die Menora bekam einen Arm hinzu. Die besondere Menora wird Chanukkia genannt:

(Bild: Pixabay)

Sie hat entweder acht oder neun Arme. Acht sind für die acht Tage, der neunte ist der "Lichterhalter" – in ihm steckt die Kerze, mit der man die anderen erleuchtet. 

  • Die Familie kommt jeden Abend zusammen und zündet ein Licht an, bis am Ende alle acht brennen.

Was für Traditionen gibt es?

Chanukka ist eher ein privates Fest im Kreis der Familie – in seiner Heimeligkeit ist es Weihnachten nicht unähnlich. Jeden Abend versammeln sich die Familien mit Freunden, für die Kinder gibt es oft Geschenke und Süßigkeiten. 

  • Am wichtigsten ist das Essen: Es gibt Latkes, Kartoffelpuffer, oder Sufganiya, Krapfen. Hauptsache, das Essen ist in Öl gebacken. 
  • Und genauso schön ist der Dreidel: Das ist ein kleiner Kreisel mit hebräischen Buchstaben. Kinder "pokern" damit zu Chanukka um Süßigkeiten. 

Das Chanukkia-Licht wird immer direkt nach Einbruch der Dunkelheit angezündet, danach werden Lieder gesungen. In Berlin steht zu Chanukka immer ein riesiger Leuchter vor dem Brandenburger Tor und erinnert an das Fest:

(Bild: dpa/Paul Zinken)

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CSU und Freie Wähler wollen verhandeln – was das für Bayern bedeutet
Die Grünen geben sich enttäuscht.

CSU und Freie Wähler wollen in Bayern Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Damit erteilt die CSU den Grünen eine Absage.

1 Wie kam es zu der Entscheidung?

Am Mittwoch hatte die CSU erst mit den Freien Wählern und anschließend mit den Grünen Sondierungsgespräche geführt. Mit beiden wäre eine Regierungskoalition theoretisch möglich, führende CSU-Politiker wie Markus Söder und Horst Seehofer hatten aber schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie die Freien Wähler bevorzugen. Am Donnerstag entschied sich nun das CSU-Präsidium, mit der Partei auch Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

2 Wie nah stehen sich CSU und Freie Wähler?

Hubert Aiwanger, der Vorsitzende der Freien Wähler, hatte schon am Mittwoch klar gemacht, dass er keine großen Hindernisse für eine Koalition sehe. Die Partei hat bereits einige Forderungen gestellt: Sie wollen etwa eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen verhindern, fordern kostenfreie Kitas und mindestens drei Ministerposten. Kritisch äußerte sich Aiwanger auch gegenüber dem bayerischen Raumfahrtprogramm, das er als "Größenwahnprojekt" bezeichnete. (Süddeutsche Zeitung)