Bild: dpa/Oliver Killig
Vier Fragen und vier Antworten

Was ist passiert?

Der neue Fraktionsvorsitzende der CDU in Sachsen möchte eine Koalition mit der AfD nicht ausschließen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", sagte Christian Hartmann am Mittwoch in einem Interview des Radiosenders MDR Sachsen auf eine entsprechende Frage.

Seine Haltung begründete Hartmann mit dem "Respekt vor den Wählerinnen und Wählern". Koalitionsdebatten nannte er "Kaffeesatzleserei". Die AfD bezeichnete Hartmann als politischen Hauptwettbewerber der CDU.

Wer ist Christian Hartmann?

  • Hartmann war am Dienstag zum Nachfolger von Frank Kupfer als Fraktionschef gewählt worden.
  • Kupfer war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.
  • Hartmann, 44, hatte sich dabei gegen Geert Mackenroth durchgesetzt.
  • Mackenroth war vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer als Kandidat vorgeschlagen worden. 

Warum ist das wichtig?

In Sachsen wird erst am 1. September gewählt. Geht man von aktuellen Umfragen aus, könnte es passieren, dass die CDU sich zwischen Linken und der AfD als Koalitionspartner entscheiden muss. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich deshalb bereits offen für eine Koalition mit den Linken gezeigt. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fand den Vorstoß gar nicht gut, widersprach Günther auf Twitter.

Wenn es um eine Koalition mit der AfD geht, vermeidet die sächsische CDU-Fraktion ganz offensichtlich eine ähnlich klare Aussage. Obwohl die AfD in Teilen rechtsradikal ist. Obwohl sie in der sächsischen Stadt Chemnitz gemeinsam mit Neonazis marschierte.

Wie sind die Reaktionen?

Die SPD-Spitze reagierte am Mittwoch wütend auf die Aussage. Sie muss sich auch vor den GroKo-Gegnern um Kevin Kühnert immer wieder für ihre Koalition mit der Union rechtfertigen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte die CDU auf, diese Frage schnell zu klären. Was die Konsequenz wäre, wenn das nicht passiert, ließ er offen. 

Ralf Stegner, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, twitterte von einer "Schande" und fürchtet nun "Fackelzüge", an denen unter anderem die "Freunde der AfD" teilnehmen könnten.

Mit Material von dpa


Art

Autistischer Junge wird nicht gern fotografiert – also lässt seine Mutter ihn dabei ein Dino-Kostüm tragen
Heraus kommen die besten Fotos.

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die dazu führt, dass Betroffene Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion haben – so weit die Wissenschaft. Wie genau sich das äußert, kann sehr unterschiedlich sein.

Bei Levi, einem Jungen aus den USA, äußert sich sein Autismus unter anderem darin, dass er nicht gerne fotografiert wird. "Dinge wie Blickkontakt oder auf Kommando lächeln zu müssen sind ihm unangenehm", sagt seine Mutter Samantha.

Doch Samantha, die Fotografin ist, wollte trotzdem gern schöne Familienfotos von Levi und seiner Cousine Lola. Und fand schließlich eine Lösung dafür, die nicht nur ihren Sohn, sondern nun auch eine ganze Menge Internetnutzerinnen und -nutzer ziemlich fröhlich macht:

Sie erlaubte Levi, einem großen Jurassic-Park-Fan, beim Fotoshooting ein T-Rex-Kostüm anzuziehen.