Bild: dpa/Arthur Mola
Starkes Zeichen!

Im französischen Cannes finden gerade die jährlichen Filmfestspiele statt. Stars aus aller Welt treffen sich, stellen ihre Filme vor, flanieren über den roten Teppich. Dieses Mal war allerdings alles ein bisschen anderes: Denn Hollywoods Frauen haben ein Zeichen gesetzt, mitten auf dem Teppich.

Insgesamt 82 Frauen haben sich in Cannes für Chancengleichheit und gleiche Löhne in der Filmbranche stark gemacht. 

Zuerst gingen Cate Blanchett und Kristen Stewart los, hakten sich ein und liefen gemeinsam über den Teppich. Dann kamen immer mehr dazu, die Schauspielerin Salma Hayek und die 89-jährige Regisseurin Angès Varda zum Beispiel. 

Auf den Stufen des Festivalpalasts haben sie mehrere Reihen gebildet. Dann haben Cate Blanchett und Agnès Varda ihre Forderungen verlesen. Blanchett sagte:

Die Stufen unserer Industrie müssen für alle zugänglich sein! Los geht's!

Noch immer seien die Arbeitsplätze in der Filmbranche nicht gerecht verteilt – es gibt zu wenige Kamerafrauen und Regisseurinnen. "Frauen sind auf der Welt keine Minderheit und doch sieht die Realität in der Industrie anders aus", sagte Blanchett. 

(Bild: dpa/Joel C. Ryan)

Cate Blanchett sagte weiter:

"Als Frauen stehen wir alle vor ganz eigenen Herausforderungen, aber wir stehen heute gemeinsam auf diesen Stufen als Symbol für unsere Entschlossenheit und unser Engagement für den Fortschritt."

Am Ende reckten die Frauen ihre Fäuste in die Luft.

Warum waren es genau 82 Frauen?

Die Zahl steht für die geringe Zahl der Regisseurinnen, die in den mehr als sieben Jahrzehnten des Cannes-Festivals Filme im Wettbewerb zeigen konnten. Hingegen männliche Regisseure im gleichen Zeitraum: 1886. 

In Cannes konkurrieren Filme aus aller Welt um Preise, das Festival ist ähnlich der Berlinale, die Preise so angesehen wie die Oscars. In all den Jahren gewann nur eine Frau die Goldene Palme für den besten Film: 1993 wurde die Neuseeländerin Jane Campion für "Das Piano" ausgezeichnet.

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Hier erklärt Linder, wie er das mit dem Ausländer beim Bäcker gemeint haben will
Alles ganz anders.

Christian Lindner hat keine Vorurteile gegenüber Ausländern. Das hat er jetzt nochmal betont. Nachdem der FDP-Chef am Wochenende mit einem Spruch über Angst vor Fremden stark kritisiert worden war (bento), wollte er sich – und den Spruch – noch mal erklären. 

Lindner hatte gesagt, in der Schlange beim Bäcker frage man sich als Deutscher, ob der Ausländer an der Theke legal im Land sei. Oder eben nicht. In einem Video sprach Lindner auf Twitter darüber, dass Debatten über Flüchtlinge und Integration nüchtern geführt werden müssen. 

Wer in seinen Aussagen Rassismus oder Rechtspopulismus lese, sei "etwas hysterisch unterwegs". Sagt Lindner.