Bild: dpa/Matthias Balk
Das fordert der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung.

Was ist passiert?

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung fordert ein Bundesverdienstkreuz für Campino. Der Grund: Seine Rede bei der Echo-Verleihung, in der er Kollegahs und Farid Bangs judenfeindliche Texte kritisierte. Eine Grenze sei überschritten worden, sagte der Frontsänger der Toten Hosen bei der Verleihung. (bento)

Campino sollte für sein Engagement auf der Echo-Verleihung unbedingt gewürdigt werden, am besten mit dem Bundesverdienstkreuz.
Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung

Die Ehrung habe Campino verdient, "weil er vielleicht sogar langfristig unsere Gesellschaft verändert hat". Dem Antisemitismus seien "im Pop, in der Kunst, in der Gesellschaft neue Grenzen gesetzt" worden, sagte Klein.

(Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Echo-Gala bezeichnete er als "gemeinschaftliches Versagen". Dass im Vorfeld der Verleihung kaum einer empört gewesen sei, habe etwas mit einer Verrohung der Gesellschaft zu tun. Es sei um Kommerz gegangen. "Aber wenn die Gefühle von Holocaust-Überlebenden verletzt werden, muss Schluss sein mit dem Geschäftemachen."

Warum ist das wichtig?

Seit der Echo-Verleihung wird in Deutschland über Antisemitismus diskutiert. Die Vergabe des Preises an die beiden Rapper sorgte für so viel Kritik, dass der Preis abgeschafft wurde. Die Bertelsmann Music Group (BMG) trennte sich von Farid Bang und Kollegah. Im Zentrum der Kritik steht besonders eine Zeile:

Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen.
Von der Platte "Jung, Brutal, Gutaussehend 3"

Inzwischen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es wurden insgesamt zwei Strafanzeigen gestellt. Nun werden die Lyrics der Deutsch-Rapper auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft. Zuletzt hatten Kollegah und Farid Bang eine Einladung angenommen, das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz zu besuchen.

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Tech

Instagram hat bald eine Video-Chat-Funktion
...die euch akut überfordern wird.

Facetime ist eine feine Sache – setzt aber voraus, dass der Angerufene ein iPhone hat. Alternativ geht die Videochat-Funktion auch über WhatsApp. Und nun bald auch auf Instagram. Damit wächst der Online-Dienst von Facebook über seine bisherige, eher häppchenweise Erzählung des Lebens in bearbeiteten Schnappschüssen hinaus. 

Denn zum bloßen Beobachten bei Instagram kommt jetzt noch die aktive Interaktion von Angesicht zu Angesicht dazu.

Denn Instagram ist eine Partnerschaft mit GoPro eingegangen. Über die App können Bilder und Videos jetzt direkt auf Instagram geteilt werden – live.

Was ist jetzt das Besondere am Videochat bei Instagram?

Hoffentlich bist du multitaskingfähig. Denn während du in Zukunft mit deinen Freunden vis-à-vis chattest, kannst du nebenher Bilder checken. Das Chat-Fenster wird dabei minimiert. Könnte ziemlich überfordernd werden, bis man sich dran gewöhnt hat, denn auch Gruppenchats sollen funktionieren. Dafür brauchst du übrigens die App "Instagram Direct". Noch gibt es die Funktion nicht weltweit. Das Unternehmen sagt aber: bald.

Was gibt's sonst noch Neues bei Instagram?

Mit einem neuen Feature kannst du bald außerdem Lieder von Spotify direkt auf Instagram Stories teilen.