Bild: dpa / Philipp Schulze

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) prüft aktuell 391 Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus in der Bundeswehr. Dies bestätigte das Verteidigungsministerium auf eine Parlamentsanfrage. (SPIEGEL ONLINE)

Anfang des Jahres waren es noch 275 verdächtigte Soldaten. Bei drei Personen innerhalb der Bundeswehr konnten inzwischen rechtsextreme Tendenzen bestätigt geahndet werden. 

Darunter war auch der rechtsradikale Oberleutnant Franco A.: Er hatte ein Doppelleben geführt und gab sich als Flüchtling aus. Er plante einen Terroranschlag, um Flüchtlinge in den Fokus des Verdachts zu rücken. Seine Terrorpläne und die zweite Identität wurden im April 2017 aufgedeckt. A. soll weitere Komplizen in der Bundeswehr gehabt haben. (SPIEGEL ONLINE)

Die beiden anderen Verdächtigen wurden aus dem Dienst entfernt. Einer war NPD-Mitglied, dem anderen konnte die Nähe zur selbsternannten "Identitären Bewegung" nachgewiesen werden.


Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke, verurteilte die Duldung möglicher Rechtsextremer in der Bundeswehr in der Westfalenpost scharf: 

Bei Neonazis und Reichsbürgern darf es kein Pardon geben, sie müssen hochkant aus der Truppe fliegen

Sie forderte außerdem, dass betroffene Soldaten bereits bei einem begründeten Verdacht keine Waffe mehr nutzen dürfen. Bewaffnete Rechtsextreme seien "tickende Zeitbomben", so Jelpke. (Westfalenpost)

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