Bild: dpa / Kay Nietfeld

Die AfD wird zukünftig im Bundestag sitzen – an welcher Stelle ist jedoch unklar. 

Das Problem: Rechts sitzt traditionell die Regierung, alle weiteren Abgeordneten werden gemäß ihrer Position im politischen Spektrum platziert. 

Wo soll die AfD sitzen? 

Das müssen die Fraktionen untereinander ausmachen. Das ist aber mit Schwierigkeiten verbunden: 

  • Die AfD säße ihrer politischen Gesinnung nach direkt neben der Bundesregierung, rechts außen. Diese Nähe zur Regierung könnte schwierig werden. 
  • Platziert man die AfD links außen neben der Fraktion der Linken, könnte das zu Konflikten führen, weil die politischen Ansichten zu konträr zueinander sind. 
  • Die AfD im Bundestag mittig anzusiedeln, sei aus Sicht der anderen Parteien nicht ideal: Die AfD repräsentiere nicht die Mitte der Gesellschaft und solle deshalb auch nicht mittig im Bundestag sitzen.
Christian Lindner verkündete bereits, die FDP wolle im Falle einer Jamaika-Koalition mittig zwischen der CDU / CSU und dem Bündnis 90 / DIE GRÜNEN sitzen. 

Diesen Vorschlag wolle man dem Ältestenrat machen,  diese Sitzordnung sei ein Zeichen des Zusammenrückens. (WELT)


Der Ältestenrat unter dem bisherigen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vermittelt zwischen den Fraktionen und hilft bei der Platzverteilung im Bundestag. Der zukünftige Ältestenrat muss auch erst neu gebildet werden – deshalb ist aktuell ein Vor-Ältestenrat eingesetzt. (FAZ)

Im Bundestag wird es zukünftig eng: 79 Abgeordnete mehr sitzen im Reichstag, die AfD zieht erstmals ein. Somit werden insgesamt 709 Sitze gebraucht, grundsätzlich ist für 598 Abgeordnete Platz. (SPIEGEL ONLINE)

Stehen muss aber voraussichtlich keiner: Zur Wahl des Bundespräsidenten im Februar kamen 1260 Wahlleute der Bundesversammlung im Parlament zusammen. 

Alle Infos zur Bundestagswahl 2017 findest du hier: 


Today

Folgende Idee: Wir treten in die AfD ein und übernehmen den Laden. Guter Plan?
Spielen wir das mal durch.

Wie wäre es, wenn wir mit ein paar tausend AfD-Gegnern in die Partei eintreten und dort für eine liberale, weltoffene, menschenfreundliche Politik kämpfen?

Wir würden uns in die Führungspositionen wählen und Schluss machen mit Hetze, Hass und Rechtspopulismus. Wir würden die Rechtsradikalen aus der Partei drängen und das Programm umschreiben.

Schon hätte der Schrecken von Rechts ein Ende. Demokratisch sauber abgewählt.

Mehr als tausend Menschen haben am Sonntagabend gegen die AfD protesiert (bento). Lässt sich dieser Frust in eine kreative Gegenbewegung umwandeln?