Bild: dpa/Bernd Settnik
Die kompakte Entscheidungshilfe kurz vor der Wahl

In zwei Tagen wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Doch selten waren sich viele vorab so unsicher: Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt großen Zuspruch, überzeugt aber längst nicht jeden Wähler. Herausforderer Martin Schulz galt einst als große Hoffnung, mittlerweile wirkt es, als sei der Schulzzug nie losgefahren. Also fragen sich viele: 

Wen soll ich wählen, um wirklich was zu bewirken?

Die Seite "ausgewählt.org" will Unentschlossen helfen, sich zu entscheiden – mit Parteiprogrammen im Snack-Format.

  • Auf der Homepage werden insgesamt neun Themengebiete angeboten.
  • Zu jedem dürfen sich die Parteien äußern – in nur 280 Zeichen, also in der Länge von zwei Tweets. 
  • CDU/CSU, SPD, Linke, AfD, Grüne und FDP machen mit.
Hinter dem Projekt stecken zwei Jungwähler – die Seite ist auch eine Reaktion auf ihre eigene Unentschlossenheit.

"Ich wähle jetzt zum ersten Mal", sagt Maximilian Nussbaum. "Und das will ich unbedingt informiert machen." Der 21-Jährige hat ausgewählt.org mit seinem 23-jährigen Kumpel Martin Suchrow konzipiert und programmiert. 

Beide hatten das Gefühl, dass man im Wahlkampf an vielen Stellen viel über die Parteien erfahren kann – zum Beispiel beim Wahl-O-Mat oder in den Medien – aber wirklich kompakt und neutral sei die Darstellung nirgends. Um die Positionen der Parteien zu verstehen, müsse man sich durch "100 Seiten Floskeln arbeiten", sagt Maximilian.

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Also dachten sich beide: "Wir halten das so einfach wie möglich und schreiben die Parteien einfach mal an."

Bis auf die AfD hätten alle Parteien sofort zugesagt, der rechtspopulistischen Partei mussten sie "vier Wochen lang hinterhertelefonieren", sagt Maximilian. Ohne sie sollte aber auch die Seite nicht gebaut werden: Erst mit den Positionen der AfD sei der direkte und ungefilterte Vergleich spannend.

Die Antworten aller Parteien wurden unverändert übernommen. Alle haben sich an die Länge von 280 Zeichen gehalten.

Jeder kann sich jetzt in insgesamt 15 Minuten einen kompletten Überblick über die Parteipositionen verschaffen.
Maximilian Nussbaum

Um so kurz und konkret zu bleiben, haben Maximilian und Martin deshalb auch auf kleinere Parteien verzichtet. "Das ist ein Problem", gibt Maximilian zu, "aber wir wollten uns auf die konzentrieren, die eine realistische Chance haben, in den Bundestag zu kommen."

Hier kommst du zu ausgewählt.org

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