Bild: picture alliance/Patrick Pleul
Drei Fragen, drei Antworten

Was ist passiert?

Die Familienministerin Franziska Giffey möchte Menschen, die einen Bundesfreiwilligendienst (auch Bufdi genannt) machen, besser bezahlen – wenn sie aus finanzschwachen Elternhäusern kommen. 

"Wir prüfen, ob wir denen finanziell unter die Arme greifen können, die sonst nicht teilnehmen könnten", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Konkrete Zahlen nannte sie allerdings nicht. 

Was bekommen Bufdis bislang für ihre Arbeit?

Teilnehmer von Freiwilligendiensten bekommen derzeit in der Regel nur ein Taschengeld von bis zu 390 Euro pro Monat. Das reicht nicht für eine eigene Wohnung, Mahlzeiten und alle anderen Dinge, die man so zum Leben braucht. 

Bufdi – Was ist das eigentlich?

Ein Bufdi kann jede und jeder ab 16 Jahren machen. Der Dienst dauert in der Regel ein Jahr, kann aber auf sechs Monate verkürzt oder maximal auf 24 Monate verlängert werden. Da der Dienst freiwillig ist, muss er nicht vergütet werden. Die Einsatzstellen können aber ein Taschengeld von höchstens 390 Euro festsetzen. Mehr Infos zum Bufdi findest du hier

Giffey sagt: Deswegen könnten sich das derzeit vorwiegend junge Menschen aus "gut situierten" Elternhäusern leisten. Viele andere dagegen müssten möglichst schnell ihr eigenes Geld verdienen. 

Die Familienministerin hatte bereits angekündigt, den Bundesfreiwilligendienst attraktiver machen zu wollen. Eine ebenfalls diskutierte Dienstpflicht für alle Schulabgänger hält sie für verfassungsrechtlich schwierig. 

Ein solches Dienstjahr hatte Annegret Kramp-Karrenbauer vor einigen Wochen gefordert, für Männer und Frauen bei der Bundeswehr und im sozialen Bereich. Unklar war, ob Kramp-Karrenbauer einen verpflichtenden Dienst anstrebt oder einen Freiwilligendienst. Sie hatte außerdem vorgeschlagen, dass ein solches Dienstjahr auch für Geflüchtete gelten sollte. (bento)

Warum will Franziska Giffey den Dienst attraktiver machen?

Vor wenigen Monaten war bekannt geworden, dass jede dritte Person, die einen Bundesfreiwilligendienst macht, diesen vorzeitig abbricht. Das hatte eine Anfrage der Linken bei der Bundesregierung ergeben (bento).  

Gründe für die hohe Abbruchquote nannte das Familienministerium damals nicht. Die Einsatzstellen für Bufdis sind sehr unterschiedlich: Es können Krankenhäuser, Schulen, Altersheime und Sportvereine, aber auch Kultureinrichtungen, Einrichtungen für Behindertenhilfe oder Vereine für Umwelt-, Zivil- und Katastrophenschutz sein.

In all diesen Organisationen, Unternehmen und Vereinen unterscheiden sich die Umstände, unter denen die Menschen ihren Dienst leisten – und damit auch die Gründe, die möglicherweise dazu führen, dass sie ihren Dienst abbrechen. Wir haben zwei von Bufdis gefragt, wie sie ihren Dienst erlebten und ob sie ihn noch einmal machen würden:


Mit Material von dpa


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