Bild: dpa/Gregor Fischer

Standing Ovations im Bundestag für die Grünen-Politikerin Britta Haßelmann: Die erste parlamentarische Geschäftsführerin hatte sich in einem Redebeitrag gegen falsche Behauptungen die AfD gewehrt. 

Worum geht es?

Die Diäten der Bundestagsabgeordneten, also die Politikergehälter, werden jährlich erhöht. Das soll nach Beschluss des aktuellen Parlaments zukünftig auch so bleiben. So stiegen im Juli 2017 die Gehälter der Politiker im Bundestag um 2,3 Prozent. (SPIEGEL ONLINE)

Damit diese Regel bestehen bleibt, muss ein neu gewählter Bundestag sie innerhalb von drei Monaten bestätigen. Deswegen ließen Union, SPD und FDP die Diätenerhöhung bereits am vergangenen Mittwoch diskutieren, obwohl bisher noch keine Regierung gebildet wurde. (Süddeutsche Zeitung)

Die AfD kritisierte diese automatische Erhöhung der Diäten, der Parteipolitiker Stefan Keuter bezeichnete die Regelung als "eine Frechheit", es ginge um Steuergelder. 

Die Grünen-Politikerin Britta Haßelmann schlug daraufhin zurück. 

Denn: Als die Geschäftsführer über die jährliche Diätenerhöhung berieten, habe es keine Beschwerden seitens der AfD gegeben. Laut Haßelmann wurde auch kein Debattenantrag gestellt. Seit dem 13. Oktober – also seit zwei Monaten – ist die Diätenerhöhung ein Thema und wird auch kritisch diskutiert.

Die AfD blieb die ganze Zeit still. Erst jetzt äußerten sich die AfD-Abgeordneten negativ, was Haßelmann in ihrer Rede unter Applaus verurteilte (WirtschaftsWoche). Sie wütete:

„Und da werden heute die Backen aufgeblasen. Wie scheinheilig ist das denn?“
Britta Haßelmann

Den Versuch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, eine Zwischenfrage von Seiten der AfD zuzulassen, wehrte Haßelmann in ihrem Eifer ab. Sie verließ mit folgenden Worten das Rednerpult im Bundestag: 

„Wer meint, uns hier im Parlament vorführen zu können, der muss früher aufstehen.“
Was Haßelmann aufregte, war nicht die Kritik an den hohen Diäten – sondern, wie die AfD versuchte, damit Stimmung zu machen.

Dass man die Diätenerhöhung anders regeln müsse, da stimmt auch die Grünen-Politikerin zu. Sie twitterte anschließend einen Vorschlag, wie es besser laufen kann – nämlich mit Hilfe von externen Experten

Die Grünen-Politikerin Luise Amtsberg wehrte sich ebenfalls schon einmal im Bundestag gegen die AfD:


Gerechtigkeit

Harvey Weinstein soll Salma Hayek bedroht haben: "Ich werde dich töten"
"Er war jahrelang mein Monster." 

Mit diesem Satz beginnt Schauspielerin Salma Hayek ihren Essay, veröffentlicht in der New York Times. Er handelt von Harvey Weinstein und davon, wie Hayek all die Zeit unter dem Produzenten gelitten hat.

Der Mut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, habe ihr in der all der Zeit jedoch gefehlt.