Auch Deutschland sorgt schon vor.

Der Brexit kommt, aber keiner weiß, wie hart er wird. Am Dienstag will das britische Parlament über ein neues, von Regierungschefin Theresa May mit der EU ausgehandeltes Brexit-Abkommen abstimmen. 

Der Regierungschefin werden allerdings kaum Chancen eingeräumt, eine Mehrheit dafür zu bekommen. Für viele in der EU lebende Britinnen und Briten heißt das: Bald gehört ihr Heimatland nicht mehr dazu, günstige Arbeits- und Wohnbedingungen fallen dann weg.

Nun hat Schweden allen im Land lebenden Briten eine Art Ein-Jahres-Asyl angeboten – währenddessen sie sich für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis bewerben dürfen.

Das Angebot soll für alle Britinnen und Briten gelten, die aktuell bereits in Schweden leben, aber keine schwedische Staatsbürgerschaft haben – was etwa 20.000 sind. Es gilt aber auch für alle, die noch bis zum 30. Dezember 2020 nach Schweden ziehen. (The Local)

Der Brexit, also Großbritanniens Austritt aus der EU, ist zwar für den 29. März angesetzt. Aber bis alle rechtlichen Partnerschaften zwischen Großbritannien und der EU beendet sind, dauert es noch. Diese Übergangsfrist ist bis Ende 2020 angesetzt.

In der Aufenthaltserlaubnis in Schweden unter anderem enthalten:

  • Das Recht, in Schweden zu studieren, ohne Studiengebühren zu zahlen, wie es Bürger von Nicht-EU-Staaten dort müssten.
  • Das Recht, ohne Arbeitserlaubnis trotzdem arbeiten zu dürfen.
  • Und das Recht, Gesundheitszuschüsse auf dem gleichen Niveau zu erhalten wie auch schwedische Staatsbürger.

Die Idee zum Ein-Jahres-Asyl kam von der schwedischen EU-Ministerin Ann Linde. Sie will so Briten im Land behalten, die sich in Schweden bereits gut eingelebt haben. Normalerweise müssen sich Bewerber für zum Beispiel eine Arbeitserlaubnis außerhalb Schwedens aufhalten. (Dagens Nyheter). 

Es ist im Grunde ein Aufschub, um alle nötigen Papiere zu sortieren.
Ann Linde

Die Regel soll nur kommen, wenn es einen "No-Deal-Brexit" gibt, also einen harten Schnitt ohne neue Einigungen zwischen Insel und Kontinent. Derzeit sieht es so aus, als ob genau das kommt. 

Mit der Idee zeigt Schweden der Regierung von Theresa May, wie es eigentlich geht – sich trennen, und doch irgendwie verbunden bleiben. 

Auch Deutschland plant ähnliche Schritte. Zwar hofft die Bundesregierung, dass es nicht zum harten Brexit kommt. Aber für den Fall der Fälle wurden zwei Gesetze vorbereitet. Die regeln unter anderem, dass Briten in Deutschland weiterhin Sozialhilfeleistungen bekommen dürfen und dass Studierende weiterhin bis zum Ende ihrer Ausbildung BAföG bekommen können. (Bundesregierung)


Haha

Deutschland hat jetzt eine Currywurst-Münze – und die Briten lachen uns dafür aus
"this is the wurst"

Der Franzose mag sein Steak vergoldet, der Deutsche seine Wurst versilbert. Und zum Sammeln und einrahmen mehrfarbig geprägt. Das legt zumindest eine neue Edition des Prägebetriebs Staatliche Münze aus Berlin nahe.

Um die Erfindung der Currywurst vor 70 Jahren zu würdigen, hat die Schmiede nun eine Gedenkmünze mit wurstigem Antlitz herausgeben.

Das Teil hat einen Durchmesser von 32,5 Millimetern, ist 9,2 Gramm schwer und kostet 13 Euro. Vor allem ist sie aber: umstritten. 

Auf der Vorderseite der Münze ist Herta Heuwer zu sehen, die in Berlin die "1. Currywurst-Braterei der Welt" eröffnet hat und als Erfinderin der zerhackten Wurst mit Currysoße gilt. Zu sehen sind aber auch, und zwar in Farbdruck: zwei dicke, braune Würste mit Soße. (Staatliche Münze)

So sieht die Currywurst-Gedenkmünze aus – kein Witz: