Bild: Reuters/Fred Thornhill
Der Schauspieler will in Zukunft gemeinsam mit weiblichen Co-Stars verhandeln.

Bradley Cooper will die Gehälter für einen Film in Zukunft gemeinsam mit seinen weiblichen Co-Stars verhandeln – und zwar bevor der Film in Produktion geht. Das sagte der Schauspieler in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters: "Usually you don't talk about the financial stuff, you have people. But you know what? It's time to start doing that." Cooper zufolge sei das der Beitrag, den er leisten könne, um die sogenannte "gender pay gap", also die ungleiche Bezahlung von männlichen und weiblichen Hollywood-Schauspielern, zu verringern.

Damit unterstützt Cooper seine Kollegin Jennifer Lawrence; sie hatte die ungleiche Bezahlung in Hollywood vor Kurzem öffentlich angeprangert. In einem Essay, der in Lena Dunhams Newsletter "Lenny" veröffentlicht wurde, schrieb die Schauspielerin: "When the Sony hack happened and I found out how much less I was being paid than the lucky people with dicks, I didn’t get mad at Sony. I got mad at myself. I failed as a negotiator because I gave up early."

Wanting to be liked

Die Gründe, warum sie nicht härter verhandelt habe? "I would be lying if I didn’t say there was an element of wanting to be liked that influenced my decision to close the deal without a real fight. I didn’t want to seem 'difficult' or 'spoiled'. At the time, that seemed like a fine idea, until I saw the payroll on the Internet and realized every man I was working with definitely didn’t worry about being 'difficult' or 'spoiled'."

Ende vergangenen Jahres hatte ein Hack auf E-Mails von Sony Pictures gezeigt, dass Lawrence und ihre Kollegin Amy Adams für den Film "American Hustle" deutlich weniger Geld bekommen hatten als ihre männlichen Co-Stars; einer davon war Bradley Cooper. Als er das gehört habe, sei er frustriert gewesen über eine Filmindustrie, die Frauen weniger bezahle, sagte Cooper im Interview mit Reuters: "It's really horrible actually, it's almost embarrassing ..."