Bill Gates und andere Superreiche investieren mindestens eine Milliarde Dollar in saubere Energie. Der Microsoft-Gründe hat dazu den Anlagefonds "Breakthrough Energy Ventures" ins Leben gerufen, über ihn soll das Geld in geeignete Unternehmen investiert werden. Mit dabei sind Amazon-Chef Jeff Bezos, der Alibaba-Gründer Jack Ma, der britische Investor Richard Branson und auch SAP-Gründer Hasso Plattner (Quartz).

"Wir haben ein offenes Ohr für alles, was zu billiger, sauberer, verlässlicher Energie führt."
Bill Gates
Laut Quartz haben sie zusammen ein Vermögen von 170 Milliarden US-Dollar.

Ob sie ihr investiertes Geld wiedersehen, ist unklar. Einer Studie des "MIT - Massachusetts Institute of Technology" haben Risikokapital-Investoren zwischen 2006 und 2011 insgesamt 25 Milliarden Dollar in Start-ups investiert, die erneuerbare Energie produzieren wollten – und dabei mehr als die Hälfte ihres Geldes verloren.

(Bild: China Photos/Getty Images)

Gates und seine Mitstreiter wollen es besser machen, sie erwarten laut Gates keinen schnellen Gewinn. "Die Leute glauben, dass man mal eben 50 Millionen Dollar investieren kann und nach zwei Jahren weiß man, woran man ist", sagte Gates. "Im Energiemarkt ist das einfach nicht so."

Gates Ankündigung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt.

Der künftige US-Präsident Donald Trump füllt gerade sein Regierungskabinett mit Klimawandel-Skeptikern. Am Sonntag sagte er erneut: Niemand wisse wirklich, was auf dem Planeten passiert. Gemeint war der Klimawandel.

Das ist falsch, eine große Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig, dass es den Klimawandel gibt und die Menschen ihn verursacht haben.

Gestritten wird unter anderem darüber, wie viel vom Menschen selbst verursacht wurde. (Mehr dazu hier auf SPIEGEL ONLINE.)

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Die Gruppe um Gates baut ihre Pläne ausdrücklich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und arbeitet mit Forschern zusammen. Allerdings sind auch sie auch auf die Unterstützung von Universitäten angewiesen. Die USA und andere Länder hatten versprochen, ihre Investition in die Erforschung erneuerbarer Energien zu verdoppeln. Gates hatte sich dafür eingesetzt.

Der Anlagefonds will auf solche Forschungsergebnisse zurückgreifen. Falls die USA ihre Unterstützung kappten, wäre das auch für Gates und seine Mitstreiter eine schlechte Nachricht.

(Bild: dpa/Mario Hoppmann)

Zuvor hatte Trump bereits angekündigt, die Klimaforschung der NASA auslaufen zu lassen (Zeit Online). Gates hofft trotzdem auf einen guten Draht zu Trumps Regierung. "Die Idee, dass Forschung eine gute Idee ist, ist keine parteipolitische Sache", sagte er. Allerdings ist wohl auch der Klimawandel selbst eher keine parteipolitische Sache. Trump ist trotzdem skeptisch.


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