Bild: dpa/Federico Gamberini

Nun zeigt sich, ob sich das Lernen gelohnt hat: Bundesweit schreiben Schüler gerade ihr Abitur und warten auf die Noten, die über ihre Zukunft entscheiden. Doch was, wenn man das Gefühl hat, dass das Abi zu schwer ist? Oder der Lehrer einen nicht genug vorbereitet hat? 

In Berlin und Brandenburg haben sich nun Schüler genau darüber beklagt. Sie fanden ihr Abitur zu schwierig – und legten offizielle Beschwerde ein. Das sagte der Landesschülerausschuss Berlin gegenüber bento.  

Was genau ist passiert? 

Seit diesem Jahr gibt es einen Aufgabenpool, den die Bundesländer gemeinsam erstellten. Aus diesem Pool muss wiederum jedes Bundesland Aufgaben für das Abitur nehmen (Der Tagesspiegel).

Der Vorwurf lautet nun: Vor allem diese Aufgaben seien zu schwer gewesen. Darüber beschwerten sich mehrere hundert Schüler in Brandenburg und über siebzig Schüler in Berlin. Die Lehrer hätten sie nicht genügend oder gar nicht auf die Aufgaben vorbereitet

Die Uni Potsdam prüfte nun den Vorwurf in Brandenburg. Und sie fand heraus, dass an einem Teil der Schulen der Stoff tatsächlich nicht behandelt worden war. Die Uni entschied: Ihr dürft nachschreiben. Wer also will, kann die Prüfung im Juni wiederholen. 

Bei den Berlinern wiederum ist noch nichts entschieden, da weitaus weniger Beschwerden eingetroffen sind. Der dortige Landesschülerausschuss setzt sich für die Schüler mit der Politik zusammen. 

Wir fragten deren Pressesprecher, Franz Kloth. Das sind seine Antworten:
"Wir treffen uns demnächst mit dem zuständigen Referat im Senat und durchsprechen die Beschwerdepunkte."
"Ob Nachschreiben, nicht Nachschreiben oder eine unterschiedliche Gewichtung der Aufgaben – wir werden zum richtigen Ergebnis kommen."
"Wenn Schüler sich beschweren wollen können sie das über uns machen, bei der Prüfungskommission, der Schulleitung oder den Fachlehrern."
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Franz spricht sich aber auch dafür aus, dass die Lehrer mit einbezogen werden: Denn ohne, dass sich auch die Lehrer beschweren, sehe er keine Chance auf Veränderung. 

Was sagen die Lehrer?

Detlev Peter unterrichtet Chemie und Physik in Berlin. Der Leiter des Landeslehrerausschusses erzählt, dass viele seiner Kollegen die Aufgaben für den Mathe-Grundkurs zu schwierig fanden. Offiziell beschwert habe sich aber niemand.

Lehrer Detlev Peter(Bild: privat)

Der Lehrer Peter meint, Schüler könnten auch die schwierigen Aufgaben lösen, wenn sie sich generell mehr auf das Abitur vorbereiten. Denn Schule sei "nicht die Serviceeinrichtung, um alles zu bieten". Die Schüler sollten sich laut Peter auch abseits des Unterrichts informieren, beispielsweise auf dem Bildungsserver.

Wer trägt nun die Verantwortung?

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung nimmt Beschwerden entgegen und ist nun für das weitere Vorgehen zuständig. Für sie sei es "kein Thema" die Matheprüfung nachzuschreiben, so deren Pressesprecherin, Beate Stoffers. 

Sie vermutet, dass sich die Beschwerenden eine bessere Note ergaunern wollen: Denn die Beschwerden von Schülerseite seien erst nach der Nachricht des Brandenburger Nachschreibetermins eingetroffen, als ob die Schüler "auf eine zweite Chance hoffen". Dies belege laut Stoffers auch, dass sie "sehr allgemein gehalten" und nicht auf einzelne Aufgaben bezogen seien.

Am Mittwochabend kommen nun Senatsverwaltung und Landesschülerausschuss zusammen. Dann sollen die Probleme besprochen werden. 


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