Bild: dpa/Paul Zinken
"Merkel kann bleiben, wenn ihr das möchtet, alles gut."

Tja. Weil immer weniger Teilnehmer zu ihren Demonstrationen in Berlin kamen, hat das rechte Bündnis "Wir für Deutschland" jetzt bekanntgegeben, dass es keine Demonstrationen mehr organisieren will.

Was ist passiert?

In einem Livevideo auf der Facebookseite von "Wir für Deutschland" hat der Aktivist Kay Hönicke erklärt, dass seine Organisation keine Demonstrationen mehr in Berlin planen wolle. Selbst bereits angekündigte Demonstrationen wurden wieder abgesagt. Es kamen zuletzt einfach zu wenig Teilnehmer: Deutschland sei "einfach noch nicht bereit" und "Widerstand ist sinnlos", so interpretiert Hönicke das.

Am Freitag hatte die rechte Initiative einen "Trauermarsch für die Toten von Politik" organisiert – ausgerechnet zur Reichspogromnacht. Deshalb gab es viel Streit um diesen Trauermarsch (Berliner Zeitung) – und dann kamen auch noch nur 100 Teilnehmer, so wenige wie noch nie (taz).

Was sagt "Wir für Deutschland" genau in dem Video?

"Wir haben es nicht geschafft, den Widerstand auf die Straße zu bringen", sagt Kay Hönicke von "Wir für Deutschland". "Merkel hat uns besiegt und das müssen wir nun akzeptieren. Dass sie zurücktritt, das hat sie gesagt, also haben wir doch das erreicht, was wir wollten. Und wenn sie Bundespräsidentin wird, dann ertragen wir sie eben weiter, mein Gott."

Insgesamt klingt Hönicke müde. "Wir werden nicht mehr sagen 'Merkel muss weg'. Merkel kann bleiben, wenn ihr das möchtet, alles gut." 

Er wolle nicht mehr von der Antifa angeschrien werden. Er sagt, dass "Wir für Deutschland" nur noch auf kommunaler Ebene arbeiten wolle. Er wolle nur noch Bürgerbegehren und Volksentscheide unterstützen oder einzelnen Menschen helfen.

"Das ist ein klarer Erfolg für den andauernden und hartnäckigen zivilgesellschaftlichen Protest der letzten Jahre", sagt Carolin Brenner von "Berlin gegen Nazis" gegenüber der taz

Jetzt bleibe allerdings abzuwarten, ob sich "Wir für Deutschland" auch wirklich an sein Wort hält.


Haha

Weißt du, was die Jugendwörter 2018 bedeuten?
Oder bist du zu wack?

Alt bist du nicht dann, wenn du nach dem Feiern drei Tage brauchst, um dich zu erholen – alt bist du erst, wenn du die Jugendworte nicht mehr kennst. Könnte man zumindest meinen. 

Heute endet die Online-Abstimmung des Langenscheidt-Verlags für das Jugendwort des Jahres. Und wieder mal kann man sich fragen: Reden junge Menschen wirklich so – oder ist das doch nur geschickte Eigenwerbung des Verlags, um im digitalen Zeitalter noch ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen?

Noch drängender ist allerdings eine andere Frage: 

Was sollen all diese "Jugendwörter" eigentlich bedeuten?