Die werfen der Polizei nun Rassismus vor.

Die Polizei in Berlin hat mehrere schwarze Touristen aus Großbritannien aus einer Filiale von Kentucky Fried Chicken geworfen. Ein Mitarbeiter hatte die Beamten wegen "unangemessenen Verhaltens" gerufen. Die Gruppe hielt die Konfrontation mit der Polizei in einem Video fest und erhebt jetzt Rassismusvorwürfe gegen die Restaurantbetreiber sowie die Beamten.

Das Video beginnt an einem Tisch des KFC am Alexanderplatz, die zwei Polizisten stehen daneben und reden auf die Gruppe ein: "Sie müssen jetzt sofort gehen", sagt einer von ihnen auf Englisch.

Die sieben Briten verstehen die Vorwürfe nicht. 

 Sie sagen, sie hätten lediglich gegessen und sich unterhalten. Nach einer kurzen Diskussion verlassen die drei Frauen und vier Männer in Begleitung der Polizisten das Restaurant. 

Doch vor der Tür geht es weiter. 

Draußen angekommen sagt eine der Britinnen, sie wolle nach Hause gehen. Daraufhin entgegnet einer der Polizisten: 

Niemand geht nach Hause. Ich will den Reisepass von jedem.

Als einer der Briten antwortet, er habe seinen Pass im Hotel, sagt ein Polizist, dass er dem Mann nicht glaube und ihn deswegen durchsuchen werde.

Kurz darauf ist einer der Polizisten zu hören: "Wenn wir alle durchsucht haben... Die kriegen alle 'ne Anzeige." 

Daraufhin ist eine andere Stimme zu hören, die fragt: "Ja wegen was? Das ist ja immer noch eine interessante Frage."


Bereits während der Passkontrolle werfen die Touristen den Polizisten Rassismus vor: "Das ist nicht wie man eine Situation klärt. Sie vertreten nur eine Seite. Das nennt man Rassismus." Davor ist eine der betroffenen Frauen zu hören, wie sie mehrmals sagt: "Weil wir schwarz sind".

Eine Polizeisprecherin teilte am Mittwoch gegenüber Vice mit, dass bislang noch keine Anzeigen vorliegen. 

KFC verteidigte sein Vorgehen in einem Statement, das der "Welt" vorliegt: Demnach sei es zu "unangemessenem Verhalten einzelner Personen" gekommen, weshalb das Wohlbefinden der anderen Gäste nicht mehr gesichert gewesen sei. "Nach vergeblichen Schlichtungsversuchen" habe sich der Verantwortliche KFC-Mitarbeiter vor Ort gezwungen gesehen, "zum Schutz der Mitarbeiter und der Gäste die Polizei zu verständigen".

Einer der betroffenen britischen Touristen bekräftigte gegenüber der "Welt", die Gruppe habe lediglich gelacht und gegessen, genau wie andere Gäste des Lokals.

Zu der angekündigten Durchsuchung kam es am Ende offenbar doch nicht, die Touristen durften gehen – mit der Aufforderung, nicht zu dem KFC zurückzukehren

Hier kannst du das Video sehen: 

Racial treatment in Berlin in KFC, we were jus having something to eat n chatting #racismstillexist #neverexperiencethatbefore

Gepostet von Grenadian S Chick am Montag, 21. Mai 2018


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