Die Polizei findet es nicht so lustig.

In Berlin ist eine Debatte um ein paar Poller entbrannt: Unbekannte Aktivisten oder Aktivistinnen hatten die Poller in Schöneberg über Nacht am Rande der Fahrradspur aufgestellt. Die Polizei entfernte die Radpoller wieder – weil sie angeblich zu gefährlich sind. 

Worum geht es in dem Streit?

Im Januar 2018 war eine Radfahrerin in der Kolonnenstraße im Bezirk Schöneberg tödlich verunglückt. Ein rechtsabbiegender LKW hatte die Frau übersehen und mitgerissen. (Tagesspiegel)

Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg warnte deshalb im Juli 2017 vor diesem Radweg: 

Der Angebotsstreifen für den Fahrradverkehr auf der Kolonnenstraße kurz vor der Hauptstraße ist in Wirklichkeit eine gefährliche Unsicherheitszone.

Radinitiativen und die Bezirksverordnetenversammlung forderten daraufhin von der Berliner Politik, dass Radwege  sicherer gemacht werden sollten (RBB24). Nach dem Unglück wurde der Radweg an der Kolonnenstraße zwar rot eingefärbt, Rechtsabbiegende fahren aber trotzdem regelmäßig über die Fahrradspur. 

Forderungen der Radinitiativen an die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther, möglichst schnell diesen Radweg mit Pollern zu begrenzen, blieben erfolglos. Er müsse zuerst eine Bilanz zur Verkehrssituation an der Kolonnenstraße ziehen, sagte Günther. (Tagesspiegel)

Aktivisten haben daraufhin in der Nacht zum Dienstag Poller aufgestellt, die die Radfahrbahn vom restlichen Straßenverkehr besser abgrenzen sollen. Fahrradfahrern wird so mehr Platz geschaffen, die Straße bleibt breit genug, damit Autos und LKW abbiegen können. 

Wo ist das Problem?

Laut der Berliner Polizei sind die Poller für den Straßenverkehr zu gefährlich. Trotz der "möglicherweise guten Absichten" seien sie deshalb entfernt worden. Die Menschen, die die Poller aufgestellt haben, seien angezeigt worden.

Hier sind die Beamten beim Abmontieren der geklebten Poller zu sehen: 

Wie reagieren die Berliner darauf?

Mit Unverständnis, wie diese Twitter-Nutzer:

Die Poller seien im Dunkeln nicht zu erkennen und deshalb eine Gefahr für den Straßenverkehr, erklärt die Polizei daraufhin. Auf Fotos ist hingegen zu erkennen, dass die Poller nicht nur rot sind, sondern auch mit Reflektoren ausgestattet waren. 

Das erkennt man beispielsweise auf folgendem Bild: 

Wie könnte es weitergehen?

Ob die Polizei eigenständig Poller aufstellt, ist fraglich. Am Sonntag werden in der Hauptstadt rund 150.000 Radler zur Fahrradsternfahrt erwartet, eine der größten Raddemos der Welt. Vielleicht führt diese Demonstration dazu, dass Radwege in Großstädten wie Berlin zukünftig sicherer gemacht werden. (RBB24)


Gerechtigkeit

Dieser Rapper erinnert mit "This is Nigeria" brilliant-böse an Childish Gambino
Das Video ist voller Anspielungen.

Der Rapper hat gerade dabei zugeschaut, wie ein anderer mit einer Machete abgeschlachtet wurde. Dann geht er mit einem Schulterzucken weiter und fängt im Kreis von vier Mädchen mit Hidschab-Kopftüchern an zu tanzen.

Dazu singt er: