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Party Patrol

Die Berliner AfD will das Berghain in seiner jetzigen Form verbieten. Einen entsprechenden Antrag hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sibylle Schmidt in der Bezirksverordnetenversammlung für Friedrichshain-Kreuzberg gestellt. 

Wichtigste Forderung: Dem aktuellen Betreiber des Clubs soll die Erlaubnis entzogen werden.

Die neuen Betreiber müssten strenge Auflagen erfüllen, findet die AfD. Der Antrag liest sich zum Teil wie ein enttäuschter Kommentar von jemanden, der nicht in den Club gekommen ist:

  • Demnach soll das Berghain nur noch zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens öffnen dürfen – "um einen drogenfreien Besuch" zu ermöglichen und den "natürlichen Biorhythmus" von Besuchern nicht zu stören. 
  • Außerdem sollen künftig sexuelle Handlungen verhindert werden – "durch entsprechende Beleuchtung und Personal".
  • Und der Club seine Türsteher-Politik ändern – damit "Zahlungswillige nicht durch unintelligente, unansehnliche Wichtigtuer selektiert würden".

Was soll das?

Die Politikerinnen und Politiker der AfD stören sich daran, dass der wohl wichtigste Techno-Club Europas und Berlins touristisches Aushängeschild für einen lockeren Umgang mit Drogen und sonstige Exzesse berüchtigt ist. Bei den wortkargen Betreibern dürften diese wohl unter "Eigenverantwortung" laufen.

Vor einigen Wochen schilderte der SPIEGEL den Fall einer Touristin, die nach einer Überdosis ums Leben kam. Ärztliche Hilfe kam spät zum Berghain, die Betreiber äußern sich nicht. (SPIEGEL ONLINE, hinter Bezahlschranke). Diesen Vorfall dürfte die AfD wohl zum Anlass für ihre Forderung genommen haben – im Antrag wird er erwähnt. 

Die AfD-Abgeordneten schreiben:

"Es ist Aufgabe des Bezirksamtes, unerfahrene Gäste und Berlinbesucher vor unverantwortlichen und gefährdenden Betrieben zu schützen."

Außerdem fordern sie, den "Eigenbedarf" für Drogen auf null Gramm herabzusetzen: Bei wem die Polizei auch kleinste Mengen findet, soll bestraft werden können.

Über den Antrag wird frühestens am 25. April abgestimmt. Die AfD stellt aber nur 3 von 55 Abgeordneten in der Bezirksverordnetenversammlung.

Nachtrag: Wir haben die Zeile angepasst, um deutlich zu machen, dass es sich zunächst um den Antrag einer AfD-Abgeordneten handelt und keine Initiative der gesamten Partei.


Fühlen

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