Eigentlich ist der "Islamische Staat" (IS) nur noch eine Gurkentruppe. In Syrien und im Irak hat die Miliz große Gebiete verloren, viele Kämpfer flüchten – und die Menschen, die aus der Gewaltherrschaft des IS befreit werden, jubeln (bento).

Das Erschreckende: Je mehr der IS in Bedrängnis gerät, desto mehr versucht er mit blutigen Anschlägen "Erfolge" vorzuweisen. Zuletzt haben IS-Anhänger im spanischen Barcelona mehrere Menschen getötet (bento).

Viele Spanier zeigen nun, wie sie auf den IS reagieren: Sie lachen ihn aus.

Nach dem Anschlag in Barcelona hat ein spanischer IS-Kämpfer mit weiteren Angriffen gedroht. Das Video dazu verbreitete sich am Mittwoch im Netz. Der IS hat Kämpfer aus aller Welt, seine Propagandavideos veröffentlicht er in mehreren Sprachen. 

Der Kämpfer hat immer wieder seinen Zeigefinger erhoben. Das ist nicht nur eine belehrende Geste: Die Islamisten wollen damit auf Gott, auf "den Einen", hinweisen:

Spanische Twitter-Nutzer dachten sich hingegen, der belehrende Finger eignet sich prima für dumme Witze:
  • Man kann einen Donut draufstecken.
  • "Du bist der Magnet und ich bin das Metall."
  • Er wird in Team-Rocket-Szenen aus "Pokémon" geschnitten.
  • Oder zum Sänger gemacht.
  • Schluss mit lustig: "Du ziehst zu einer Tante und deinem Onkel nach Bel-Air!"
  • Andere wollen den Dschihadisten verkuppeln. Mit dem Bart haben sie ihn aber zu alt eingeschätzt – es handelt sich um einen 22-Jährigen.

Am Donnerstag und Freitag wurden die Memes in Spanien zum Trending Topic auf Twitter. 

Spaß wie dieser ist die beste Medizin im Umgang mit der hasserfüllten Ideologie des IS.


Gerechtigkeit

Nach Verbot für "Linksunten": Wie sperrt der Staat Websites?

Seit Freitagvormittag ist die Seite "linksunten.indymedia.org" offline. Sie galt als wohl einflussreichste Webseite der Linksextremen in Deutschland – und wichtiges Forum der linksautonomen Szene. Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière hat die Seite nun verboten. (bento)

Im Zusammenhang mit dem Verbot wurden mehrere Wohnungen von Linksextremen durchsucht. Dabei wurden nach Polizeiangaben unter anderem Schlagstöcke, Messer und Laptops beschlagnahmt. (Tagesschau)

Wieso wurde die Seite gesperrt? Warum darf der Staat eingreifen? Und wie kann man eine Webseite wirklich offline stellen? Die wichtigsten Antworten.