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Vor acht Jahren wurde Barack Obama der erste schwarze Präsident der USA. Sein Wahlkampfslogan war "Yes, We Can" – es klang, als wolle er die ganze Welt verändern.

Jetzt, acht Jahre später, hat sich die Welt tatsächlich stark verändert.

Schon im ersten Jahr bekam Obama den Friedensnobelpreis für seine Visionen. Heute ist er der Präsident mit den meisten Kriegstagen im Amt (bento). Viele feiern ihn für seine Coolness, andere kritisieren genau das als Inszenierung (bento). Über dem Nahen Osten und Afrika fliegen US-Drohnen, Guantanamo ist noch immer nicht geschlossen. Aber ist das alles?

Weißt du, was Obama in den acht Jahren erreicht hat? Und wo er gescheitert ist?

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Gerechtigkeit

Obama lässt Chelsea Manning aus dem Gefängnis frei

Präsident Barack Obama hat die Strafe von Chelsea Manning verkürzt. In fünf Monaten, am 17. Mai, soll Manning vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf das Weiße Haus. Die Soldatin war wegen des massenhaften Verrats von Geheimnissen an WikiLeaks zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Die von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente enthüllen militärische und diplomatische Operationen der Vereinigten Staaten. 250.000 Botschaftsdepeschen waren darunter, außerdem ein Video, das den Angriff eines Helikopters auf vermeintliche Terroristen im Irak zeigt. Dabei starben zwei Journalisten. Auch Details über Guantanamo-Häftlinge wurden enthüllt.

Chelsea Manning sitzt seit sieben Jahren in einem Gefängnis für Männer und wäre eigentlich erst im Jahr 2045 entlassen worden. Sie hat zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Während ihres Einsatzes im Irak 2009 hieß sie noch Bradley Manning. Nach dem Urteil hatte sie erklärt, eine Frau zu sein. Das Datum der Freilassung ist offenbar nicht zufällig gewählt: Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie.