Bild: Riccardo Antimiani/ANSA/AP/dpa
Zwei Fragen, zwei Antworten

Asia Argento gilt als Vorkämpferin der #MeToo-Bewegung – soll aber selbst einen Teenager missbraucht haben. Jetzt räumte die Schauspielerin ein, 2013 doch mit dem damals minderjährigen Jimmy Bennett Sex gehabt zu haben. Sie deutete aber in einem Interview mit dem italinischen Sender La 7 an, Bennett habe sie überrumpelt.

Was sind die Vorwürfe gegen Asia Argento?

Die "New York Times" berichtete Ende August, Argento habe Bennett 2013 in einem kalifornischen Hotel missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar. (bento)

Nach dem Vorfall habe sich Argento mit dem Schauspielerkollegen außergerichtlich auf die Zahlung von umgerechnet 330.000 Euro geeinigt, um die Missbrauchsvorwürfe auszuräumen. Argento bestätigte der Zeitung zwar, dass Geld an Benneett floss, bestritt aber zugleich jegliche sexuelle Beziehung zu Bennett und sprach von "Verfolgung".

Was sagte die Schauspielerin jetzt?

Im italienischen Fernsehen räumte sie nun ein, der "New York Times" in einer ersten Reaktion auf den Bericht noch etwas anders erzählt zu haben, um "keine schlüpfrigen Details ausbreiten" zu müssen. Tatsächlich habe sie damals einem Treffen mit Bennett zugestimmt, um ihm bei den Vorbereitungen für eine Probe zu helfen. "Er ist dann regelrecht auf mich gesprungen", sagte Argento am Sonntagabend. Sie sei "erstarrt". Für ihn sei sie eine "Jagdtrophäe" gewesen. (SPIEGEL ONLINE)

Nach eigenen Worten war ihr damals nicht klar, dass Bennett erst 17 Jahre alt war. Immerhin habe sie ihn da zum ersten Mal seit zehn Jahren gesehen. Bennett hatte 2004 in dem Film "The Heart Is Deceitful Above All Things" Argentos Sohn gespielt.

Erst vor einer Woche hatte Bennett – in der gleichen Sendung im italienischen Fernsehen – seine Vorwürfe bekräftigt. Er bleibe bei seiner Version, sagte der heute 22-Jährige. Später fügte er hinzu: "Eine Frau kann schön und attraktiv sein und trotzdem einen Mann missbrauchen." Asia Argento gleiche US-Filmproduzent Harvey Weinstein, dem sie und andere Frauen sexuelle Gewalt vorgeworfen hatten. "Auch Asia hat ihre Macht missbraucht", sagte Bennett dem Sender.

Seinen TV-Auftritt sah sich auch Argento an – mit gemischten Gefühlen, wie sie nun erzählte. Er habe sie "ein bisschen wütend gemacht, aber vor allem fühle ich Mitleid mit ihm". Bennett sei "ein Kind, dem es nicht gelungen ist, seine Karriere voranzutreiben, und deshalb (ist er) eine verlorene Seele". 

Nicht genug, dass Bennett sie erpresst und ursprünglich 3,5 Millionen Dollar gefordert habe, fuhr Argento fort. Das Schlimmste für sie sei gewesen, dass ihr plötzlich der Ruf anhing, pädophil zu sein. "Das ist ein Stigma, das ich niemandem wünsche." 

Mit Material von dpa


Art

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