Bild: Natacha Pisarenko/AP/dpa
Drei Fragen und drei Antworten zur Entwicklung in Argentinien

Abtreibungen sind in Argentinien nur nach einer Vergewaltigung oder bei Lebensgefahr für die Mutter erlaubt. Im Juni diskutierten Parlamentarierinnen und Parlamentarier 23 Stunden lang darüber, ob Abtreibung legalisiert werden soll (bento). Sie entschieden sich dafür, der Senat lehnte aber ab. Aus Frust über die Entscheidung treten jetzt Tausende Argentinierinnen und Argentinier aus der katholischen Kirche aus.

Warum treten sie aus der katholischen Kirche aus?

Die katholische Kirche hatte massiv gegen die Legalisierung der Abtreibung mobil gemacht. Eine laizistische Initiative mit dem Namen "Apostasía colectiva"  – gemeinsame Lossagung – richtete deshalb in sieben argentinischen Städten Beratungszentren ein. Die Organisation möchte laut eigener Aussage mit der Aktion deutlich machen, dass die Kirche nicht für die Mehrheit der Argentinier spreche, auch wenn sie dies behaupte. 

Gibt es in Argentinien eine Staatsreligion?

Offiziell gibt es in Argentinien keine Staatsreligion – der Katholizismus genießt jedoch einen bevorzugten juristischen Status. Laut einer Studie der Organisation "Latinobarómetro" aus dem Jahr 2013, waren 77 Prozent katholisch, 7 Prozent evangelisch und 13 Prozent waren Atheistinnen und Atheisten oder Agnostikerinnen und Agnostiker.

Wie ist die aktuelle Gesetzgebung in Argentinien?

Bei einer Abtreibung machen sich nach der gültigen Gesetzgebung von 1921 nicht nur die Ärztinnen und Ärzte, sondern auch die Frauen strafbar. Zwischen 2007 und 2016 wurden in Argentinien 63 Menschen in Verbindung mit illegalen Abtreibungen vor Gericht verurteilt. (bento)

Mit Material von dpa


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