"Ich werde nie meine Kippa verstecken."

Wenn Shmuel Havlin seinen Arbeitsplatz verlässt, steht die Polizei vor seiner Tür. Havlin, 33, ist Rabbiner in Hamburg. Seine Synagoge wird, wie alle jüdischen Gotteshäuser in Deutschland, schon seit Jahren rund um die Uhr bewacht. Im vergangenen Jahr gab es täglich vier antisemitische Angriffe in Deutschland.

Seitdem junge Männer jüngst auf offener Straße attackiert wurden, weil sie eine Kippa trugen, diskutieren viele: Wie groß ist unser Problem mit Antisemitismus heutzutage? Und was können wir dagegen tun?

In Berlin versammelten sich am Mittwoch 2.500 Menschen, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Auch in anderen deutschen Städten demonstrierten Deutsche gegen Judenhass. Viele trugen dabei demonstrativ eine Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Aber was sagt ein Rabbiner, wenn Nicht-Jüdinnen und -Juden sie tragen? Und was rät er deutschen Jüdinnen jetzt? Darüber haben wir mit Shmuel Havlin gesprochen.


Gerechtigkeit

Gericht spricht Bill Cosby wegen sexueller Nötigung schuldig
Er könnte den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen.

Es ist das erste große Urteil nach dem MeToo-Skandal: Ein US-amerikanisches Gericht hat Bill Cosby wegen sexueller Nötigung schuldig gesprochen. Die Geschworenen sahen seine Schuld in allen drei Anklagepunkten als erwiesen an. Nun könnte Cosby eine lange Haftstrafe drohen.