Bild: dpa/Maja Hitij
Was hinter den Zahlen steckt.

Im vergangenen Jahr sind durchschnittlich vier antisemitische Straftaten am Tag verübt worden. Das antwortete die Bundesregierung auf eine schriftliche Frage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke). Insgesamt waren es 1453 Straftaten. (Der Tagesspiegel)

Die große Mehrheit der Angriffe wurde von Rechtsradikalen verübt, eine kleine Zahl auch von islamistischen Fanatikern.

Ende vergangenen Jahres gab es eine große Debatte über Antisemitismus unter jungen deutschen Muslimen. Die Zahlen zeigen nun: Das ist ein Problem, aber nicht das größte.

Die Aufschlüsselung im Detail – von den 1453 Straftaten rechnet die Polizei:
  • 1377 rechtsradikalen Tätern zu,
  • 33 ausländischen Judenfeinden,
  • 25 "religiös motivierten" Antisemiten und
  • 1 einem linksradikalen Täter.

Weitere 17 Angriffe konnten keinem politischen Milieu zugeordnet werden. Bei der Gruppe der "religiös motivierten" Antisemiten handelt es sich nicht ausschließlich, aber vor allem um Islamisten. Diese können Deutsche sein oder einen ausländischen Pass haben.

Die Linkspolitikerin Pau schätzt, dass die Dunkelziffer der Angriffe auf Juden noch höher ist. "Die Zahlen der antisemitisch erfassten Zahlen bewegen sich auch im Jahr 2017 auf einem sehr hohen Niveau", sagte sie dem "Tagesspiegel". Aber: Da viele Betroffene sich scheuten, judenfeindliche Straftaten anzuzeigen, "dürfte die Dunkelziffer beträchtlich höher sein".

  • Im Vorjahr, 2016, waren die Zahlen ähnlich hoch: 
Die Polizei hatte damals 1468 antisemitische Delikte gezählt, Rechtsradikale waren davon für 1381 Delikte  verantwortlich.


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