Bild: bento
#yoteacompaño

Nach dem Terroranschlag in Barcelona herrscht Trauer, aber auch Einigkeit in Spanien. Die Stimmung: Terror darf nicht unser Leben bestimmen. Die Furcht darf uns nicht beherrschen. Nach der Schweigeminute am Freitagmittag auf der Plaza Catalunya rufen die Menschen: "Wir haben keine Angst."

Viele stellen sich auch an die Seite von Muslimen, die nach Anschlägen oft pauschal zu Mitverantwortlichen gemacht und aufgefordert werden, sich vom Terror zu distanzieren oder zu rechtfertigen. 

Auf Twitter entsteht gerade eine Solidaritätsbewegung unter dem Hashtag #yoteacompaño – "Ich begleite dich". 

Die Nutzer wollen deutlich machen, dass Terror und Islam nichts miteinander zu tun haben:
"Es geht nicht um Ethnie oder Religion. Terroristen sind Mörder. Kein Hass, keine Angst."
Wenn es Muslime in Barcelona gibt, die Angst haben rauszugehen, oder sich bedroht fühlen: Meldet euch. #IchBegleiteDich
An die gesamte muslimische Gemeinde in der spanischen Bevölkerung: Wenn ihr euch unsicher fühlt, wegen allem, was gerade passiert: #IchBegleiteDich, wo auch immer du hin musst. 
Muslime sind keine Terroristen. Der Islam ist nicht Terrorismus. Terroristen sind Mörder. Nein zum Rassismus. #IchBegleiteDich

Inzwischen missbrauchen einige User den Hashtag, um ihre Hassbotschaften zu verbreiten. Ein Nutzer schreibt:

#IchBegleiteDich bis an die Tore Spaniens, durch die wir euch rauswerfen werden. 

Trotzdem überwiegen die Posts, die sich hinter Muslime stellen und gegen Diskriminierung positionieren. 

Die Botschaft ist klar:
Hier sind weitere Reaktionen aus dem Netz:
Der FC Barcelona zeigte bei Twitter seine Anteilnahme:
Torhüter Marc ter Stegen rief zum Zusammenhalt auf:
Nach der Schweigeminute in Barcelona rufen Menschen "Wir haben keine Angst":
Ein beliebter Hashtag heißt übersetzt: "Stopp den Hass!"
Deutschlands Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte:
Und so zeigen Künstler auf Twitter ihre Trauer und Unterstützung:
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Muslime müssen sich immer wieder für Anschläge rechtfertigen. Kritiker werfen der muslimischen Gemeinschaft vor, sich nicht vehement genug gegen Terrorismus zu positionieren. Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen:

  • Nach den Attacken in Großbritannien im Juni gingen in Köln Muslime sogar auf die Straße, um sich gegen Islamismus und Gewalt zu positionieren. In diesem Interview erklärt die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, warum sie diese Distanzierung für notwendig hält.
  • Andere finden, sie müssten sich nicht für Fanatiker entschuldigen, die de facto nichts mit ihrer Religion zu tun hätten. 

Mehr zur Situation in Barcelona:


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Du kannst Sprachnachrichten bei WhatsApp viel bequemer verschicken

Jaja, nicht jeder freut sich über Sprachnachrichten. Aber sie sind einfach so verdammt praktisch – wenn man gerade unterwegs ist, oder schlicht und einfach zu faul zum Tippen. Deshalb verschicken manche WhatsApp-Nutzer inzwischen fast mehr Sprachnachrichten als Textnachrichten.

Die meisten von uns nutzen dabei wohl den Mikrofon-Button, der direkt neben dem Texteingabefeld ist. Dabei ist diese integrierte Aufnahmefunktion aus zwei Gründen gar nicht mal so praktisch

  • Man kann die Nachricht vor dem Abschicken nicht nochmal anhören – was bei längeren Monologen manchmal ganz nützlich wäre. 
  • Und man muss den Button permanent gedrückt halten – wenn man kurz abrutscht, ist gleich die ganze Nachricht futsch. Auch das ist bei manchen Monologen schade.