Bild: Privat
Wie Ana Julieta den Terroranschlag auf der Rambla in Barcelona erlebte

Es ist 16.50 Uhr als Ana Julieta, 23, mit ihrer Schwester Cristina, 25, auf der Rambla in Barcelona stehenbleibt und sich verstört umschaut. Die beiden sind gekommen, um eine Wohnung für Ana zu suchen – im September will die Grafikdesignerin aus Saragossa einen Master in der katalanischen Hauptstadt beginnen. 

Ihre künftige Uni liegt direkt an der Rambla im Stadtzentrum. 

Hier erzählt sie, wie sie den Anschlag erlebte und dem Lieferwagen um Haaresbreite entkam:

"Wir standen auf der Rambla, als wir plötzlich komische Geräusche hörten, es klang als wenn Metall auf Metall trifft. Dann sahen wir den Lieferwagen. Er war unglaublich schnell und raste im Zickzack auf uns zu

Alles, was zwischen uns und dem Lastwagen stand, nahm er mit: Kinderwägen, Zeitungsstände, selbst die Info-Häuschen. Der Fahrer hat voll draufgehalten.

Die Straße war am Donnerstag sehr, sehr voll, vor allem Touristen gingen zu der Zeit die Rambla entlang. Der Wagen war so schnell, dass uns nur wenig Zeit blieb, um uns in Sicherheit zu bringen. Meine Schwester sprang als erste, ich konnte mich nur noch ganz leicht zur Seite bewegen. 

Der Wagen erwischte mich am Bein, an der Wade habe ich nun eine kleine Wunde.

Ana Julietas Verletzung(Bild: Privat)

Auf der Straße herrschte Chaos pur, es war die Hölle. In dem Gewühl verlor ich meine Schwester aus den Augen. Sie hatte auch kein Handy dabei. Verzweifelt haben wir uns gegenseitig gesucht. 

Ich ging an leblosen Körpern vorbei, sah Verletzte, rennende Menschen.
Ana Julieta

Bei jedem einzelnen Körper prüfte ich, ob es meine Schwester war, die dort leblos auf dem Asphalt lag. Zum Glück hat sie rosa Haare und war leicht zu erkennen. Ich habe mir gesagt: 'Schau so wenig wie möglich auf die Leichen!'

Ich wusste, dass meine Schwester es geschafft haben musste, sie war vor mir gesprungen. Cristina aber hatte mich nicht springen sehen. Sie ist auf der Suche nach mir sogar zu dem weißen Lieferwagen geeilt und hat unter dem Auto des Attentäters nach mir gesucht.

Später warteten wir mehr als eine Stunde in den Bars.
Ana Julieta

Dann endlich konnte ich meine Familie anrufen und habe erfahren, dass es meiner Schwester gut geht. Die Polizei brachte sie in ein Krankenhaus in Barcelona. Dort bin ich dann zu Fuß hingelaufen und sie haben auch mich behandelt.

Cristinas Verletzung(Bild: Privat)

Noch in der Nacht haben uns meine Eltern abgeholt, und wir sind wieder in Saragossa. Für die Anteilnahme der Spanier und all der anderen Menschen bin ich sehr dankbar. Wir haben beide nur ganz leichte Verletzungen – aber in unserem Herzen klafft eine Wunde."

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