Bild: dpa/Federico Gambarini

Drei wollen die neue Merkel werden: Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Gesundheitsminister Jens Spahn und der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz haben sich auf das Amt des CDU-Vorsitzenden beworben. 

In den vergangenen fünf Wochen tourten alle drei durch Deutschland – überboten sich mit zum Teil immer härteren Forderungen – und stellten sich in insgesamt acht Regionalkonferenzen den Fragen der Parteimitglieder. Am Freitag wählen 1001 Delegierte der Partei auf ihrem Parteitag in Hamburg dann die neue CDU-Vorsitzende – oder den neuen CDU-Vorsitzenden.

Und hier sind alle 15 Thesen aus dem Quiz – und wie Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn zu ihnen stehen:

1 Jungen Arbeitslosen soll Hartz IV schneller gekürzt werden.

  • Kramp-Karrenbauer und Spahn sind dafür, Hartz IV zu überarbeiten – für junge Arbeitslose soll es schneller Sanktionen geben, bei denen Hartz IV gekürzt werden kann (MDRReuters). 
  • Merz will Hartz IV erst mal so beibehalten (Abendblatt).

2 Die Ehe für alle ist richtig.

  • Kramp-Karrenbauer lehnt die Ehe für alle deutlich ab, fiel in der Vergangenheit auch immer wieder mit negativen Äußerungen gegenüber Homosexuellen auf (bento).
  • Spahn hingegen ist der Ehe für alle gegenüber aufgeschlossen, er hatte bei der Abstimmung zur Einführung mit "Ja" gestimmt (Zeit).
  • Merz findet es okay, dass die Ehe für alle beschlossen wurde – möchte sie persönlich aber nicht mit dem Bund der Ehe zwischen Mann und Frau gleichsetzen (SPIEGEL).

3 Die Rente soll angehoben werden.

  • Merz lehnt eine Erhöhung ab, er wünscht sich lieber ein neues Rentenmodell, dass Menschen ermöglicht, auch mit Aktien oder anderen Sparmöglichkeiten privat vorzusorgen (Süddeutsche Zeitung).
  • Auch Spahn ist gegen eine Erhöhung, er will die Rentenkassen lieber entlasten, indem das Eintrittsalter erhöht wird und Kinderlose mehr Beiträge zahlen sollen (Tagesspiegel).
  • Kramp-Karrenbauer hingegen hat sich für eine Erhöhung der staatlichen Rente ausgesprochen (Handelsblatt).

4 Die Bundeswehr braucht mehr Geld und mehr Waffen.

5 Der Klimaschutz muss endlich mit strengen Gesetzen angegangen werden.

  • Kramp-Karrenbauer zeigt sich Gesetzen zum Klimaschutz gegenüber offen, solange sie nicht zu radikal sind (Wallstreet Online). Auch Spahn fordert "mehr Tempo" beim Klimaschutz, bleibt sonst aber eher unkonkret (Jens-Spahn.de).
  • Merz spricht sich gegen Gesetze und Verbote aus, er will lieber Ideen fördern, mit denen der Klimaschutz gelingen kann (taz).

6 Die Autokonzerne sollen die Kosten für Maßnahmen zur Luftreinigung in Innenstädten tragen.

  • Kramp-Karrenbauer fordert auf ihrem Blog unter dem Hashtag #Freifagulu, dass Konzerne Bußgelder für "gute Luft" aufbringen sollen.
  • Merz will keine Verbote oder Bestrafungen im Diesel-Skandal – sondern hofft darauf, dass die Autokonzerne selbst neue, grüne Lösungen finden (Märkische Allgemeine).
  • Spahn hat sich zum Vorschlag nicht weiter geäußert, will aber, dass die Autoindustrie "selbstkritischer" wird (Bild).

7 Praxen soll weiterhin verboten bleiben, über Abtreibungen zu informieren.

  • Der Paragraf 219a stellt das Informieren über Abtreibungen unter Strafe, gerade wird eine Abschaffung diskutiert. Kramp-Karrenbauer und Merz wollen, dass der Paragraf bleibt (FAZ, Deutschlandfunk).
  • Spahn war anfänglich ebenfalls gegen eine Abschaffung, zeigt sich mittlerweile aber offen (FAZ).

8 Der Soli soll abgeschafft werden.

  • Alle drei Kandidaten fordern die Abschaffung des Zuschlags (Welt).

9 Das Offenhalten der Grenzen im Sommer 2015 war richtig.

  • Alle drei möchten die Entscheidung von Angela Merkel aus humanitären Gründen nicht bestreiten. In der Bewertung gibt es aber Unterschiede. 
  • Kramp-Karrenbauer und Merz stört, dass die Bevölkerung in der Flüchtlingsfrage nicht mitgenommen wurde und die Behörden unvorbereitet gewesen seien (Welt).
  • Spahn geht noch weiter, die Grenzöffnung hätte nur kurz erhalten bleiben sollen, sie dürfe sich nicht wiederholen (n-tv).

10 Aber Europa soll seine Außengrenzen jetzt besser schützen.

Alle drei sprechen sich für diese Position aus (n-tv).

11 Straffällig gewordenen Asylbewerber sollen trotz des Bürgerkriegs auch nach Syrien abgeschoben werden dürfen.

  • Kramp-Karrenbauer hat diese Forderung erhoben, Innenminister Horst Sehofer hat dem aber bereits eine Absage erteilt (SPIEGEL ONLINE).
  • Spahn und Merz sprechen sich dagegen aus, in Krisengebiete abzuschieben – sind aber sonst auch für eine strengere Abschiebepraxis.

12 Deutschland braucht ein (noch) härteres Asylgesetz, um Zuwanderung besser zu steuern.

  • Merz hatte erst mit einer falsch verstandenen Aussage für Unmut gesorgt, das Asylrecht aus dem Grundgesetz zu streichen (bento), trotzdem will er das geltende Recht überarbeiten und eine europäische Lösung finden.
  • Spahn und Kramp-Karrenbauer wollen die bestehenden Gesetzen beibehalten, aber für eine konsequentere Umsetzung sorgen (Zeit).

13 Der Islam gehört zu Deutschland.

  • Keiner der drei Kandidaten hat diesen Satz so gesagt, alle wollen eine Festlegung vermeiden.
  • Kramp-Karrenbauer betonte allerdings, der Satz bringe Deutschland nicht weiter – es gehe eher darum, welcher Islam mit einer offenen Gesellschaft kompatibel sei (FR).
  • Spahn hingegen nutze den Satz für eine polemische Umkehrung: "Die Frage ist doch: Gehört Deutschland zum Islam?" (RP)

14 Unternehmen sollten weniger Steuern zahlen müssen.

  • Alle drei unterstützen diesen Vorschlag zur Entlastung von Firmen und sprechen sich für eine Reform des Steuersystems aus.

15 Deutschland soll die EU weiter stärken und mehr Geld für die Gemeinschaft ausgeben.

  • Alle drei bekennen sich zur EU; aber Merz betont, dass Deutschland weiterhin einer der großen Geldgeber für Brüssel sein soll und regt sogar eine EU-Steuer an (SPIEGEL ONLINE).

Hinweis: Bei der ersten These hatten wir die Positionen von Kramp-Karrenbauer falsch wiedergegeben. Das wurde korrigiert.


Haha

Diese Kinder treffen den Weihnachtsmann und sind davon total traumatisiert
Ho, ho, hüäähh!

Bei Kindern löst der Gedanke an den Weihnachtsmann oft funkelnde Augen aus.

Aber nicht alle Kinder freuen sich darüber, den Weihnachtsmann besuchen zu dürfen.

In den USA gibt es die Tradition, dass Kinder mit dem Weihnachtsmann Fotos machen können. Die Kinder sitzen meist auf dem Schoß des Santa-Claus-Doubles, häufig finden diese Foto-Shootings in Einkaufszentren statt. 

Die amerikanische Moderatorin Ellen DeGeneres hat ihre Zuschauerinnen und Zuschauer dazu aufgefordert, ihr unter dem Hashtag #ellenratemysantaphoto solche weihnachtlichen Kinderbilder zuzusenden. Das Prinzip baut auf Ellens Show-Rubrik "Ellen Rate My Baby" auf, in der sie Fotos von Zuschauer-Kindern auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet.

Das hat die Moderatorin auch mit Kinder-Weihnachtsbildern vor. 

Statt strahlendem Kinderlachen sind auf dem neuen Beispielfoto aber lange Mienen zu sehen.

Die zwei Kleinen weinen, der Mann mit dem Rauschebart versucht, sein Lächeln tapfer aufrecht zu erhalten.