Die wichtigsten Zahlen zu den Übergriffen

Die Zahl der Angriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland ist im Vergleich zu 2017 gesunken. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu dem Thema. 

Gleichzeitig wurden die Angriffe aber deutlich radikaler – mehr Muslima und Muslime wurden verletzt.

Die Details:

  • Von Januar bis September 2018 gab es 578 Anschläge auf Muslime und muslimische Einrichtungen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2017 waren 780 islamfeindliche Übergriffe registriert worden. 
  • In beinahe allen Fällen gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handelt. 
  • 40 Menschen seien in diesem Jahr bereits bei islamfeindlichen Übergriffen verletzt worden – 2017 waren es im gleichen Zeitraum 27, im gesamten Jahr 32

Die Linke sieht deshalb keinen Anlass für Entwarnung. Da für das dritte Quartal noch 50 bis 70 Nachmeldungen zu erwarten seien, könnte es im dritten Quartal wieder einen Zuwachs islamfeindlicher Straftaten gegeben haben, sagt die innenpolitische Expertin der Linken, Ulla Jelpke, die die Anfrage gestellt hatte, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Der Zentralrat der Muslime gehe laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" davon aus, dass die Statistik nicht alle Delikte erfasst und die Wirklichkeit nur in Teilen abbildet. Es gebe demnach ein großes Dunkelfeld, weil Betroffene häufig keine Anzeige erstatteten oder bei Polizei und Staatsanwaltschaft nicht richtig eingeordnet würden.

Mit Material von dpa


Musik

Software scannte ihre Gesichter: Taylor Swift soll ihre Fans auf einem Konzert heimlich überprüft haben lassen
Angeblich aus Sicherheitsgründen

Sie sahen sich auf dem Konzertgelände kurz vor Beginn der Show Videos von Proben ihrer Tour an und blickten dabei ahnungslos auf einen Bildschirm – nicht wissend, dass sie gefilmt werden: Taylor Swift hat Fans mit einer Gesichtserkennungssoftware heimlich überprüfen lassen. Das berichtet das Musikmagazin "Rolling Stone".

Im Mai trat die Sängerin während ihrer "Reputation"-Tour im Rose Bowl Stadion in Kalifornien auf. Eine Kamera habe dabei Aufnahmen von den Gesichtern der Konzertbesucher und Konzertbesucherinnen gemacht, die sich an einem Stand Videos von Swifts Proben ansahen. "Rolling Stone" bezieht sich dabei auf Informationen eines führenden Sicherheitsbeamten, Mike Downing, der für die Oak View Group arbeitet, eine Sicherheitsfirma für Events in den USA.

Die Aufnahmen der Gesichter seien dann an einen Kommandoposten in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geschickt worden.

Dort seien sie mit einer Datenbank abgeglichen worden, die hunderte bekannte Stalker von Taylor Swift beinhalte. 

Solche Software werde laut dem Magazin immer häufiger in Stadien eingesetzt, auch wenn es sich hier um eine Verletzung der Privatsphäre handelt.

Bisher sei unklar, wer die Aufnahmen besitze und wie lange sie gespeichert werden. 

Taylor Swift oder ihr Management haben sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.