Angela Merkel kündigt Rückzug an
Bild: dpa / Britta Pedersen
Die wichtigsten Punkte aus ihrer Pressekonferenz

Harte Verluste in Bayern, Enttäuschung in Hessen: Nach den wenig begeisternden CDU-Ergebnissen bei den vergangenen beiden Landtagswahlen hat sich Kanzlerin Angela Merkel nun zur Zukunft der Partei geäußert – und zu ihrer eigenen. Am Montagmorgen teilte sie zunächst mit, nicht mehr als CDU-Parteivorsitzende antreten zu wollen, am Mittag folgte dann der viel größere Knaller: Merkel will sich komplett aus der Politik zurückziehen – allerdings erst in ein paar Jahren.

Hier sind die wichtigsten Punkte aus der Pressekonferenz.

1 Merkel will nicht mehr für das Amt der Bundesvorsitzenden der CDU kandidieren.

Im Dezember wird der Parteivorsitz von CDU und CSU gewählt. Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn haben ihre Namen für das Amt bereits in Spiel gebracht.

2 Merkel wird 2021 nicht mehr zur Bundestags-Wahl antreten.

"Die vierte Amtszeit wird meine letzte sein", erklärte Merkel bei der Pressekonferenz. Aber sie habe sich gefragt, was sie selbst zur Stabilität im Land beitragen könne. Jetzt zurücktreten will sie aber offensichtlich nicht. Ihren Worten nach wäre es ein "Treppenwitz der Geschichte" wenn schon nach sechs Monaten über die Arbeit dieser Regierung geurteilt würde. Nach 2021 will Merkel für kein weiteres politisches Amt mehr kandidieren, auch nicht für den Bundestag.

3 Merkel will weitermachen.

Deshalb will sie bis 2021 im Amt bleiben und den Übergang mit der CDU zusammen vorbereiten. Ihr sei bewusst, dass dies so noch nie stattgefunden habe. Merkel betonte zu Anfang der Pressekonferenz, dass sie ihre Ämter immer "in Würde" tragen und auch niederlegen wollte – aber dass man sich das nicht immer aussuchen könne.

4 Sie widerspricht ihrer eigenen Überzeugung.

Eigentlich habe sie sich immer klar dafür ausgesprochen, Kanzleramt und Parteivorsitz in einer Hand zu lassen, bekannte Merkel bei der Pressekonferenz. Merkel hält die Verteilung der Posten auf zwei Personen nur für tragbar, weil sie zeitlich begrenzt ist – bis 2021.

5 Die Partei soll sich auf eine Zeit ohne sie vorbereiten.

Merkel will der CDU so auch Zeit kaufen, ihre Nachfolge zu regeln. Wie begeistert die Partei auf diese Pläne reagiert, wird sich allerdings noch zeigen. Volker Bouffier, Hessens Ministerpräsident, dankte Merkel zumindest erst einmal für ihre Entscheidung.

Merkel ging dabei mit sich selbst und der Regierung hart ins Gericht: Die Regierungsbildung sei quälend gewesen, die vernünftige Sacharbeit von CDU, CSU und SPD sei überschattet worden von einer "inakzeptabelen Arbeitskultur". Die Wahl in Hessen sei ein sehr deutliches Signal, dass es so nicht weitergehen könne. Weil jeder weitere Tag zähle, habe sie deshalb beschlossen, schon heute ihre persönlichen Schlussfolgerungen zu verkünden.

Nicht alles war schlecht seit der Bundestagswahl. Hier sind die besten Reden, mit denen die AfD im Bundestag zerlegt wurde:


Musik

"The Voice of Germany": Alle wollen Guido – aber niemand will um ihn kämpfen

Die achte Staffel von "The Voice of Germany" ist bereits wieder in vollem Gange, und auch in der vierten Episode der Castingshow ging es weiter mit den Blind-Auditions. Alles wie immer: tolle Stimmen, Fake-Zoff zwischen den Juroren, viele Emotionen. Am Sonntagabend brachte dann Kandidat Guido Goh ein wenig Abwechslung– denn der schuf eine völlig tiefenentspannte Stimmung innerhalb der ganzen Jury.

Zen-Musik vom Über-Instrument

Dieses Mal ganz ohne Streit fand der Kandidat Guido Goh einen heiß begehrten Platz in einem der Teams – und das, obwohl sich jedes Jurymitglied über ihn gefreut hätte. Denn auf seinem schwer beschreibbaren Unikat-Instrument interpretierte Guido den a-ha Klassiker "Crying in the Rain" auf eine derart entspannende Weise neu – Mark Forster war danach sogar "übel friedlich drauf" –, dass die Jury dem 48-Jährigen die freie Wahl ließ. Ganz ohne das sonst typische gegenseitige Ausstechen.