Bild: Getty Images/Yana Paskova

Wieder haben in den USA Polizisten einen Schwarzen erschossen, wieder wird sein Name zum Hashtag: #AlvaBraziel. Die Umstände seines Todes sind noch unklar. Zwei Polizisten hätten den 38-jährigen schwarzen Mann in Houston am Samstag erschossen, weil er mit einer Waffe auf sie gezielt habe, gab die örtliche Polizei bekannt (New York Times).

Das Video einer Überwachungskamera soll den Vorfall zeigen, Aktivisten teilen es auf Twitter und zweifeln an der Darstellung der Polizei. Die Behörden haben bisher nicht bestätigt, dass das Video wirklich den Tod von Alva Braziel zeigt.

Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann auf einer Kreuzung steht. Als sich ein Polizeiwagen nähert, hebt er die Arme. Ob er eine Waffe trägt oder sie sogar auf die Polizisten richtet, ist auf den Bildern nicht zu erkennen – die Qualität der Aufnahmen ist zu schlecht. Die Polizisten steigen aus dem Auto, dann fällt der Mann zu Boden.

Eine Sprecherin der Polizei sagte, dass der Vorfall untersucht werde. Die beiden Polizisten hätten Braziel zugerufen, seine Waffe fallenzulassen. Stattdessen habe er sie auf die Beamten gerichtet. Die Polizisten hätten Videokameras bei sich getragen. Bis zum Ende der Untersuchung würden allerdings keine Videos veröffentlicht, sagte die Sprecherin.

"Don't shoot, hands up" – So protestieren Menschen in Houston nach dem Tod von Alva Braziel

In Louisiana und Minnesota hatte die Polizei in der vergangenen Woche zwei Schwarze erschossen. Seitdem protestieren Menschen in mehreren US-Städten gegen Polizeigewalt. Seit ein Einzeltäter während eines "Black Lives Matter"-Protestmarsches fünf Polizisten tötete, gibt es erneut Debatten um Waffengesetze und Freiheit.

In der Hauptstadt Louisianas, Baton Rouge, protestierten vergangene Woche die Demonstranten zunächst friedlich. Später kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

Insgesamt nahm die Polizei im ganzen Land Hunderte Demonstranten fest (The Guardian).

Darunter war auch einer der bekanntesten Aktivisten der Black Lives Matter-Bewegung, DeRay McKesson. Er filmte seine eigene Festnahme und streamte sie mit Persicope live ins Netz. Mittlerweile ist er gegen eine Kaution von 500 Dollar wieder frei.

Zunächst war unklar, weshalb die Polizei McKesson festnahm. Mittlerweile wirft ihm die Polizei die Blockierung einer Autobahn vor – offenbar ist die Straße gemeint, an dessen Rand McKesson während der Demonstration stand. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Polizist McKesson ermahnt, nicht auf die Straße zu treten. "Es gibt keinen Bürgersteig", sagt jemand aus der Gruppe der Demonstranten zur Polizei. Wenig später wird McKesson festgenommen (ab Minute 3:55 im Video).

In der Slideshow: Wie Black Lives Matter die USA verändert.
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