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Was ist der Alternative Nobelpreis?

Der Preis heißt eigentlich "Right Livelihood Award" – also in etwa "Auszeichnung für ein gerechteres Leben". Er wird von der gleichnamigen Stiftung gegeben und ist spendenfinanziert. Sein Ziel ist es, Menschen und Institutionen auszuzeichnen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Das können Hilfsorganisationen, Menschenrechtler, Enthüllungsjournalisten sein.

Eine internationale Jury wählt die Preisträger jährlich im September aus, also kurz bevor Anfang Oktober die richtigen Nobelpreise vergeben werden. Zwischen dem "Right Livelihood Award" und dem Nobelpreis besteht allerdings keine Verbindung. Die Bezeichnung "Alternativer Nobelpreis" wurde von der Presse eingeführt.

Wer sind die Preisträger 2016?

Die "Right Livelihood"-Stiftung hat vier Preise vergeben: An die Weißhelme aus Syrien, die Ägypterin Mozn Hassan, die Russin Swetlana Gannuschkina und die türkische Zeitung "Cumhuriyet". (Right Livelihood Award 2016)

Dafür wurden sie ausgezeichnet:

Die Weißhelme
Die Weißhelme sind eigentlich die "Syria Civil Defence".
Sie besteht aus rund 3000 Freiwilligen, die im syrischen Bürgerkrieg erste Hilfe leisten.
Vor allem im umkämpften Aleppo bergen sie Verletzte aus Trümmern.
Die Assad-Regierung bezeichnen sie als Helfer von Terroristen.
Menschenrechtler sagen, sie kümmern sich um den Schutz von Zivilisten.
Mehr als 60.000 Menschen retteten die Weißhelme in den vergangenen Jahren.
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Netlfix hat der Arbeit der Weißhelme eine eigene Doku gewidmet und war dafür im syrischen Kriegsgebiet unterwegs (bento).

Mozn Hassan und ihre Organisation "Nazra"
Mozn Hassan engagiert sich in Ägypten als Feministin.
2007 hat sie die Organisation "Nazra" gegründet, die sexuelle Gewalt an Frauen anprangert.
Das ist in Ägypten ein sehr ernstes Thema:
Laut der UN hatten 99 Prozent aller Ägypterinnen Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen.
Um das zu ändern, stärkt Mozn Hassan vor allem Politikerinnen.
Außerdem unterstützt sie die Genderforschung an lokalen Unis.
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Swetlana Gannuschkina
Swetlana Gannuschkina setzt sich für die Rechte von Flüchtlingen ein.
Sie ist ein Urgestein der russischen Menschrechtsbewegung.
Ihre Organisation "Civic Assistance Committee" hat mehr als 50.000 Migranten beraten.
Sie unterstützt Flüchtlinge bei Prozessen und in der Bildung.
Mehr als zwei Millionen Menschen verdanken ihr die russische Staatsbürgerschaft.
Das ist wichtig für Menschen, die aus Grenzregionen wie dem Kaukasus fliehen mussten.
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Die "Cumhuriyet"
Die „Cumhuriyet“ ist eine der größten Zeitungen in der Türkei.
Und sie ist unabhängig – während viele andere Blätter Staatsmedien sind.
Daher werden die Mitarbeiter der Zeitung immer wieder angegriffen:
Auf sie werden Attentate verübt, die Regierung verfolgt sie uns sperrt sie ein.
Der ehemalige Chefredakteur Can Dündar wurde zu mehreren Jahren Haft verurteilt.
Er hatte aufgedeckt, wie der türkische Staat Waffen an den IS in Syrien liefert.
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