Bild: dpa/AP/Jerome Delay

Tausende Flüchtlinge sterben jährlich beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Unterwegs mit schlechten Booten, erleiden viele Schiffbruch und ertrinken in den Fluten. 

Eine große Anzahl an Flüchtlingen kommt außerdem in der Wüste um – weil sie ohne Wasser und Essen auf tagelange Märsche durch die Sahara wandern – oder geschickt werden.

Nun gibt es erstmals Zahlen: Algerien soll in den vergangenen 14 Monaten mehr als 13.000 Schutzsuchende in der Sahara ausgesetzt haben.

Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Überlebende. Bei den Menschen geht es um Migranten, die vor allem aus Afrika kamen und sich auf den Weg zum Mittelmeer gemacht haben. Auch schwangere Frauen und Kinder waren darunter. 

Die Flüchtlinge wollen gen Norden zur Mittelmeerküste kommen – Algerien soll sie in die Wüste deportieren.(Bild: Lokaler/bento)

Algerische Behörden sollen sie ohne Wasser und Essen ausgewiesen haben. Mobiltelefone und Geld seien ihnen in vielen Fällen abgenommen worden.

Die Flüchtlinge waren demnach gezwungen, bei Temperaturen von bis zu 48 Grad tagelang durch die Wüste zu irren, um die nächsten bewohnten Orte zu erreichen.

Andere Medien stützen die Recherchen: Auf arabischen Seiten teilen sich Bilder und Videos von Leichen, die im Wüstensand geborgen wurden.

Algerien hat die Flüchtlinge zurück in die Subsahara schicken wollen – vor allem nach Niger und Mali. Die Uno-Flüchtlingsorgansation IOM berichtet von mehreren Tausend Überlebenden, die sie in Auffanglagern in Niger betreut. 

Da waren Leute, die es nicht mehr schafften. Sie haben sich hingesetzt und wir ließen sie – ihr Leiden war zu groß.
Der Überlebende Aliou Kande bei Al-Jazeera

Viele Überlebende schildern, dass sie gesehen hätten, wie Flüchtlinge in der Sahara zusammengebrochen seien. Sie hätten sie nie wiedergesehen. (NBC, Al-Wasat)

Algerien

Das Land wird seit 1999 vom alterskranken Autokraten Abd al-Aziz Bouteflika regiert. Über die Jahre hat er Algerien in einen strengen Polizeistaat verwandelt, viele Jugendliche sind ohne Perspektive. 

Nach einem blutigen Bürgerkrieg ist die Lage relativ stabil – doch Beobachter fürchten, dass das Land erneut abgleitet, wenn Bouteflika stirbt. Der Herrscher ist 80 Jahre alt.

Algerien selbst bestreitet die Misshandlung von Migranten und veröffentlicht keine Zahlen zu seinen Abschiebungen. 

Auch aus Libyen gibt es vermehrt Berichte, dass Behörden brutal gegen Flüchtlinge vorgehen. Mit europäischer Unterstützung:


Fühlen

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