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"Die Nationalelf ist schon lange nicht mehr deutsch."

Der Vizechef der rechtspopulistischen AfD, Alexander Gauland, provoziert erneut mit rassistischen Äußerungen. Für ihn ist der Profifußball "keine Frage der nationalen Identität mehr", sondern "letztlich eine Geldfrage", sagte er dem SPIEGEL.

"Eine deutsche oder eine englische Fußballnationalmannschaft sind schon lange nicht mehr deutsch oder englisch im klassischen Sinne."

Bereits mit der Aussage, dass viele den Nationalspieler Jérôme Boateng nicht als Nachbarn haben wollen, hatte er von vielen Seiten Kritik bekommen. Merkel sagte, es sei ein "niederträchtiger und trauriger Satz". Später versuchte Gauland seine Aussage einzuschränken: Er habe das so nie gemeint.

Jetzt zeigt Gauland erneut, welche populistischen Vorstellungen in der AfD verankert sind:

Die vielen Spieler mit Migrationshintergrund seien auch kein Beweis dafür, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei: "Ich glaube nicht, dass die Nationalmannschaft dafür das passende Symbol ist." Auch das Lebensgefühl der meisten Deutschen sei nicht "so multikulti": "Da gibt es noch immer eine starke Verbundenheit zu Land und Leuten und Geschichte und Tradition. Sie fiebern zwar mit dem Fußball mit, aber diese multikulturelle Welt ist den meisten noch immer fremd."

Nach Boateng nimmt sich Gauland nun Fußballer Mesut Özil vor, der bei Instagram ein Foto seiner Reise nach Mekka gepostet hatte.

Gauland nannte die Pilgerreise für seine Partei "sehr gewöhnungsbedürftig", denn man betrachte den Islam nicht als Teil Deutschlands. Bei Fußballspielern akzeptiere er dies, aber "bei Beamten, Lehrern, Politikern und Entscheidungsträgern würde ich sehr wohl die Frage stellen: Ist jemand, der nach Mekka geht, in einer deutschen Demokratie richtig aufgehoben? Liegt die Loyalität beim deutschen Grundgesetz, oder liegt sie bei einem Islam, der ein politischer Islam ist?"

Wir meinen: Gauland ist ein populistischer #MekkaOpa.

Darum ging es bei den anderen Debatten:


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