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Die Hilfsorganisation Oxfam hat die Geschäftspolitik der 16 größten Supermärkte in Deutschland, Großbritannien, in den Niederlanden und den USA unter die Lupe genommen. Und traurige Ergebnisse erhalten.

Der Supermarkt-Check kritisiert Lidl, Aldi, Edeka und Rewe. Die Unternehmen hätten Nachholbedarf: Lieferanten müssten besser überprüft und zur Einhaltung von Standards angehalten werden.

Oxfam untersuchte die Geschäftspolitik anhand vier Kategorien:

  • Transparenz und Rechenschaftspflicht
  • Arbeitnehmerrechte
  • Verantwortung für Kleinbauern
  • Schutz von Frauen

Gut schneidet in dem Bericht keiner der 16 Supermärkte ab. Aldi, Lidl, Edeka und Rewe werden allerdings deutlich schlechter bewertet, als ihre ausländischen Konkurrenten.  (SPIEGEL ONLINE)

In Ländern wie den USA oder Großbritannien sind die Supermärkte viel weiter.
Franziska Humbert, Oxfam-Expertin für soziale Unternehmensverantwortung

Bei speziellen Schutzmaßnahmen für Frauen erreichen die deutschen Discounter und Supermärkte null Punkte.

Das Ergebnis zeigt: In der Lieferkette geht es vor allem um einen geringen Preis. Die Menschen und deren Arbeitssituation sind dabei offenbar eher unwichtig. 

Der Preisdruck aus Deutschland schade dabei vor allem Frauen. Das fand die Organisation "Women on Farms" heraus. Auf den Weinplantagen in Südafrika werden die Männer oft festangestellt, während Frauen nur für ein paar Monate in der Erntesaison beschäftigt werden.

Die meisten Plantagenarbeiterinnen haben während ihrer Schicht von morgens um sieben bis zum Feierabend um fünf keinen Zugang zu Toiletten oder zu sauberem Wasser.
Colette Solomon, "Women on Farms"

Auch beim Schutz von Arbeiterrechten schneiden Aldi, Lidl, Edeka und Rewe schlecht ab – die höchste Bewertung lag bei zwei Prozent.

Edeka weist die Vorwürfe zurück und kritisiert den Bericht von Oxfam als intransparent und nicht wissenschaftlich-objektiv

Aldi, Lidl und Rewe zeigten sich dagegen offen für die Kritik. Sie weisen auf eigene Initiativen hin, Dinge zu verbessern. Sagen aber auch, dass sie höhere Standards für sinnvoll halten, wenn sie für alle gelten.


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