Bild: dpa/Jens Kalaene
Schluss mit Steuern sparen.

Wer seine Wohnung auf Airbnb anmeldet, soll auch Steuern zahlen. Das verlangen vor allem die Finanzbehörden vieler Länder. Auch der deutsche Staat bemüht sich gerade, an die Daten der Airbnb-Vermieter zu kommen. Die Dänen sind seit Donnerstag einen Schritt weiter. Airbnb hat ein Abkommen mit der dänischen Steuerbehörde unterzeichnet. In Zukunft wird das Unternehmen automatisch die Einnahmen aller aktiven Vermieter melden. (Taz)

Warum ist das wichtig?

  • Es wird nicht mehr möglich sein, das Versteuern der Einnahmen zufällig zu "vergessen".
  • Die Wohnung mal bewusst eben "schwarz" zu vermieten ist auch nicht mehr ratsam.
  • Außerdem muss Dänemark keine Umwege mehr gehen, um an personenbezogene Daten zu den Vermietern zu kommen.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Auch deutsche Finanzbehörden möchten gerne überprüfen, ob die Vermieter Steuern hinterziehen – das ist aber nicht so einfach. Dafür musste Deutschland erst ein Auskunftsersuchen in Irland stellen, wo Airbnb seinen europäischen Sitz hat. Eine Antwort der irischen Behörden steht derzeit noch aus. (bento)

Was haben die Dänen noch beschlossen?

Der dänische Finanzminister Karsten Lauritzen möchte auch die Zeit begrenzen, die Wohnungen pro Jahr vermietet werden dürfen. Lauritzen spricht von 70 Tagen jährlich. Eventuell könnten Wohnung nach 70 Tagen sogar automatisch gesperrt werden.

So soll sichergestellt werden, dass nicht viele professionelle Anbieter ihre Wohnungen ausschließlich über Airbnb vermieten – und so die Mieten für normale Anwohner in die Höhe treiben, indem sie das Angebot verknappen. Aus ähnlichen Gründen haben Politiker in beispielsweise Berlin, Barcelona und auf Mallorca inzwischen ähnliche Maßnahmen erlassen. (Taz)

Könnte das dänische Modell Auswirkungen auf Deutschland haben?

Ja, das legt jedenfalls der Airbnb-Informationschef Patrick Robinson nahe. Er spricht von einer "fairen und klaren Regelung", die nicht nur europa-, sondern auch weltweit eingesetzt werden könnte. (Taz)


Today

Diese unglaublichen Fotos zeigen, was passiert, wenn Lava auf Wasser trifft
Heftige Vulkanausbrüche erschüttern Hawaii.

Seit Wochen gibt die Erde auf Hawaii keine Ruhe: Lavaströme des immer wieder ausbrechenden Vulkans Kilauea haben Dutzende Häuser zerstört, am vergangenen Donnerstag stieß Kilauea eine Aschewolke aus, die eine Höhe von bis zu 10.000 Metern erreichte und später auf eine nahegelegene Stadt niederregnete. (SPIEGEL ONLINE)