Bild: dpa/Rahmat Gul

Am frühen Mittwoch ist das Stadtzentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul von einer schweren Explosion erschüttert worden. Die mutmaßlichen Attentäter hatten einen mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen in Richtung Deutsche Botschaft gelenkt, kurz vor dem Ziel detonierte das Fahrzeug. (SPIEGEL ONLINE)

Mindestens 90 Menschen sollen ums Leben gekommen sein, 400 wurden verletzt. Derweil in Deutschland: Eine Sammelabschiebung mehrere afghanischer Flüchtlinge zurück nach Kabul wird kurzfristig verschoben. Aus Sicherheitsgründen. ("Frankfurter Allgemeine Zeitung")

In Afghanistan herrscht seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg. 

Obwohl ein internationales Bündnis Soldaten ins Land schickte, ist die Lage immer noch friedlich. Große Teile Afghanistans sind unter Kontrolle der radikal-islamistischen Taliban, die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat ebenfalls einen Ableger im Land. Regelmäßig verüben beide Seiten Anschläge. Frauen werden unterdrückt. Menschenrechtler müssen vielerorts um ihre Sicherheit führten (Uno).

Aus Sicht der Regierung ist Afghanistan dennoch ein sogenanntes sicheres Herkunftsland. Weil nur in Teilen des Landes gekämpft wird, könne man Flüchtlinge grundsätzlich abschieben. Seit Ende 2016 macht die Regierung genau das im großen Stil: Afghanische Flüchtlinge werden zu Dutzenden aus ihren Unterkünften abgeholt und in Sammelfliegern zurück nach Kabul geflogen 

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Am Mittwochmorgen – zur gleichen Zeit während des Anschlags im 5000 Kilometer entfernten Kabul – sollte wieder so eine Sammelabschiebung starten. Nun wurde sie ausgesetzt. Damit man keine Flüchtlinge zurück ins Chaos fliegt.

Die Aussetzung beweist nicht, dass die Regierung von ihrer Haltung nun abweichen wird. Wenn sich der Staub der Explosion gelegt hat, werden wieder die nächsten Bürgerkriegsflüchtlinge heim geschickt.


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