Bild: dap/Ralf Hirschberger

Die AfD wittert überall Gefahren. Sie sind auf der Suche nach Ideologen, Extremisten und nun Bombenbauern. Gerade wollte die Partei von der Regierung wissen:

Wie viele Bombenbauer gibt es eigentlich in Deutschland?

Und bekam eine Antwort, die sie so sicher nicht erwartet hatte.

Die AfD-Fraktion hatte eine Kleine Anfrage gestellt, in der sie die Regierung um Auskunft bat, wie viele gebastelte Bomben, biologische Waffen und chemische Waffen seit dem Jahr 2000 in deutschen Kellern sichergestellt wurden. (Hier geht's zur Anfrage)

Sie nahm einen Fall aus Thüringen zum Anlass, bei dem zwei Personen aus dem linksextremistischen Milieu bei der Herstellung von Sprengstoff erwischt wurden.

Was ist eine Kleine Anfrage?

Die Abgeordneten einer Fraktion haben das Recht, schriftlich von der Regierung Auskunft über bestimmte Sachthemen durch eine so genannte Kleine Anfrage zu verlangen. Kleine Anfragen werden schriftlich beantwortet und nicht öffentlich beraten.

Die Anfrage wurde bereits Mitte Mai gestellt, nun gab es eine offizielle Antwort von der Regierung. Und die fällt eindeutig aus.

Die Regierung listet insgesamt 136 Funde und Sicherstellungen von explosionsgefährlichen Stoffen seit dem Jahr 2000 auf.

Davon kommt die große Mehrheit von rechts:

  • 94 Funde werden dem rechtsextremen Milieu zugeordnet.
  • 24 Funde werden Islamisten zuordnet.
  • 18 Funde werden dem linksextremen Milieu zugeordnet.

In 82 Fällen wurden davon explosionsgefährliche Stoffe sichergestellt, in 48 Fälle Sprengfallen und in sechs Fällen Brandvorrichtungen.

Was chemische und biologische Kampfstoffe angeht, werden diese erst seit 2007 vom Bundeskriminalamt gesondert erfasst. Und Funde gab es seitdem keine. Der jüngste Vorfall, bei dem ein mutmaßlicher Islamist Rizin in einer Kölner Wohnung hergestellt hat (Zeit), ist im Zeitraum noch nicht dabei.


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Boris Becker will sich vor Gerichtsverfahren retten – und sagt einfach, er sei Diplomat
Botschafter Becker, Gesandter für Afrika.

Boris Becker sieht die Welt positiv. Und hat immer einen Kalenderspruch parat: "Ich bin neugierig und lebensbejahend", sagte er kürzlich auf einer Veranstaltung in Hamburg. Trotz Trennung von seiner Ehefrau Lilly und privater Pleite sei alles ziemlich in Ordnung: "Ich bin froh, wo ich heute bin."

Der Optimismus könnte an einer Idee liegen, die Boris Becker hat, um einem Gerichtsverfahren zu entkommen – nämlich einfach Immunität einfordern.