Obwohl es ihm in manchen Punkten schwerfällt.

Auch wenn Deutschland noch keine neue Regierung hat, wird im Bundestag trotzdem schon Politik gemacht. Am Donnerstag stellte die AfD einen Antrag, das Burkaverbot in Deutschland einzuführen. Die rechtspopulistische Partei wollte durchsetzen, dass die Vollverschleierung in Deutschland künftig nicht mehr möglich ist.

Der Vorschlag löste eine lebhafte Debatte aus – der 25-jährige CDU-Abgeordnete Philipp Amthor stellte den AfD-Antrag schließlich in einer wütenden Rede bloß.

Doch von vorne: 

  • Mehrere AfD-Abgeordnete, darunter auch die Vorsitzende Alice Weidel, haben den Antrag zum "Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum" am Donnerstag eingereicht. Hier kannst du den Antrag einsehen. 
  • Demnach gefährde die "Vollvermummung" die "abendländische, aufgeklärte Kultur". Rechtliche Bedenken in Bezug auf Religionsfreiheit sieht die AfD nicht.
  • Der AfD-Politiker Gottfried Curio sagte: "Der Nikab ist die Fahne der Salafisten" und unverhüllten Frauen drohten in Deutschland angeblich "Kölner Konsequenzen".
  • Dann kamen nacheinander mehrere Politiker anderer Parteien zu Wort und schilderten der AfD, was sie von dem Antrag halten.
  • Am aggresivsten tat das Philipp Amthor von der CDU, der jüngste direkt gewählte Abgeordnete im Bundestag. Er sagt: 
Hören Sie mir mal zu, dann können Sie noch was lernen über die Verfassung.

Amthor muss dabei einen Spagat wagen – der ihm selbst nicht immer gelingt. 

Als konservativer Politiker ist er auch gegen die Vollverschleierung. Die CDU will ebenfalls die Verschleierung im öffentlichen Raum verbieten, für Beamtinnen wurde bereits im vergangenen Jahr ein solches Verbot durchgesetzt (bento). Gleichzeitig will Amthor aber die Religionsfreiheit beschützen.

Also argumentiert er, der politische Islam gefährlich und die Burka passe nicht zur deutschen Wertekultur – aber ein Verbot müsse im Rahmen der Verfassung geschehen. Und da wird er krawallig: Die AfD habe die Religionsfreiheit komplett ignoriert. Wenn sie am Grundgesetz operieren wollen, sagt Amthor mit Blick zur AfD-Fraktion, "sollten sie auch ihr OP-Besteck kennen."

Wenn wir von Muslimen verlangen, sich an unsere Regeln zu halten, tun wir gut daran, uns selbst dran zu halten.

Die AfD argumentierte unter anderem mit der Menschenwürde, Muslima vor einer Zwangsverhüllung schützen zu wollen. Amthor entgegnete, dass die Menschenwürde den Mensch nicht davor schütze, zu tragen, was er wolle: "Ein Viertel ihrer Fraktion sind Juristen. Diese Expertise findet sich im Antrag in keiner Weise nicht wieder."

An dieser Stelle widerspricht sich Amthor allerdings selbst: Wenn jeder tragen darf, was er will, dann ist auch ein Burkaverbot von Seiten der CDU sinnlos. Wie er das juristisch hinbekommen will, verrät er nicht. Zumindest eines wird klar: Der AfD-Antrag sei "Quatsch" und "absoluter Blödsinn". 

Hier kannst du den Rant sehen:

Hier findest du ihn – und die anderen Reden – außerdem auf der Seite des Bundestags.

Auch andere Politiker hielten dagegen:

  • Der SPD-Politiker Karl-Heinz Brunner sagt, es sei genauso wahrscheinlich, einer vollverschleierten Frau in Deutschland zu begegnen wie einem Vogelstrauß auf dem Kudamm. "Mir ist beides noch nicht passiert", sagt er. 
  • CDU-Politiker Marc Henrichmann sagt, Deutschland müsse keine Angst haben vor einer "Handvoll" von vollverschleierten Frauen hierzulande. 
  • Die SPD-Abgeordnete Esther Dilcher sagt, der AfD-Antrag sei voller "Diffamierung und Hetze": "Hier schleicht ein Wolf im Schafspelz durch unser hohes Haus."
  • Und die FDP-Politikerin Katrin Helling-Plahr warnt, dass der Antrag keine muslimischen Frauen schütze. Im Gegenteil: 
"Frauen, die bisher von ihren Männern gezwungen werden, das Haus nur vollverschleiert zu verlassen, dürften ihr Haus künftig gar nicht mehr verlassen. Sie helfen den Frauen also nicht, sondern sie rauben ihnen das letzte bisschen Teilhabe an unserer Gesellschaft."


Art

Die absichtlichen Photoshop-Fails dieses Künstlers hören niemals auf, lustig zu sein

Wer mit Photoshop umgehen kann, kann sich die Welt ganz nach den eigenen Wünschen gestalten. Denn die Bildbearbeitungs-Software lässt an tristen Regentagen nachträglich die Sonne scheinen, lange Nasen schrumpfen und ungeliebte Ex-Freunde einfach so verschwinden.

Wer das alles selbst nicht kann, kann immer noch jemanden um Hilfe bitten, der das Programm beherrscht. 

Zum Beispiel die Internet-Photoshop-Ikone James Fridman. Allerdings muss man bei ihm immer damit rechnen, dass das Foto am Ende etwas anders aussieht, als man sich das vorgestellt hatte.