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Auf Flüchtlinge schießen, Minarette verbieten und den Islam aus Deutschland verbannen: Die "Alternative für Deutschland" ist in den vergangenen Monaten immer wieder mit islam- und flüchtlingsfeindlichen Positionen aufgefallen. Deswegen wird und wurde sie viel kritisiert, zu Recht.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – hat es die Partei laut aktueller Umfragen geschafft, drittstärkste Kraft im Land zu werden (tagesschau). In acht Ländern sitzt sie schon im Parlament, im nächsten Jahr wird der Bundestag gewählt und die etablierten Parteien fragen sich: Wie gehen wir mit der AfD um?

Statt sich inhaltlich mit der Partei auseinander zu setzen, entscheiden sich manche Politiker für Ausgrenzung: ignorieren, totschweigen, verteufeln. Dann, so die Hoffnung, wird die AfD schon von allein wieder verschwinden.

Dabei verdrängen manche, dass schon vor der AfD immer wieder einzelne Politiker etablierter Parteien mit fremdenfeindlichen Sprüchen um Wähler gebuhlt haben – durchaus mit Erfolg. Selbst wenn die AfD also wieder verschwinden sollte, die ängstlichen, unzufriedenen, fremdenfeindlichen Wähler, die bleiben.

Andere Politiker versuchen einfach, selbst wieder ein bisschen weiter nach rechts zu rücken, um der AfD möglichst viel Raum zu nehmen. Manch einer bezieht sich derzeit auf Franz-Josef Strauß (CSU), der einst sagte: "Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben!"

Dementsprechend ist es derzeit gar nicht immer so leicht, die Positionen von AfD einerseits und den Politikern von SPD, CDU und CSU andererseits zu unterscheiden. Probiere es aus!

Mitarbeit: Frauke Lüpke-Narberhaus

​Wie soll man der AfD begegnen? Sara Maria Manzo sucht nach Antworten.


Gerechtigkeit

"S wie Schwert": Mit einer bunten App will der IS Kindern den Krieg erklären

Immer wieder der "Islamische Staat" (IS). Während im Irak und in Syrien die Terrormiliz zurückgedrängt wird, führt der IS seine Propagandaschlacht anscheinend umso härter.

Jetzt hat die Miliz eine App veröffentlicht, mit der Kinder das Alphabet lernen können. Die App heißt "Haruf" – Arabisch für "Alphabet" – und sieht zunächst kunterbunt und kindgerecht aus. Der Inhalt ist jedoch klassisches IS-Material; gewalttätig und kriegsverherrlichend.

So sieht die IS-App aus: