Bild: dpa/Philipp von Ditfurth

Am Wochenende hat die AfD auf ihrem Parteitag in Hannover einen neuen Vorstand gewählt. Und der ist: vor allem männlich und noch ein bisschen weiter rechts als bisher. 

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
  • 14 Personen wurden in den Vorstand gewählt, darunter zwei Frauen als Beisitzer: Alice Weidel und Beatrix von Storch.
  • Sprecher des neuen Bundesvorstandes wurden Jörg Meuthen und Alexander Gauland.
  • Ursprünglich wollte Gauland gar nicht antreten – weil es Streitigkeiten um weitere Posten gab, nahm er dann doch an der Wahl teil.
Das bedeutet: Mit Meuthen und Gauland stehen der AfD nun zwei Politiker vor, die dem völkischen Flügel nahestehen (Gauland) oder ihn zumindest tolerieren (Meuthen). 
Jörg Meuthen (rechts) und Alexander Gauland
Bislang gab es in der Partei immer auch Spitzenpolitiker, die sich als bürgerlich verstanden und dem Rechtsruck innerhalb der AfD kritisch gegenüber standen.
  • Stellvertreter wurde unter anderem der gemäßigte Berliner Politiker Georg Pazderski.
  • Er hatte sich auf Gaulands Posten beworben, konnte aber keine Mehrheit bekommen.
  • Anhänger des völkischen Flügels hatten kurzfristig die rechte Gegenkandidatin Doris von Sayn-Wittgenstein aufgestellt.
  • Zwischen beiden gab es einen Patt, Gauland ließ sich also doch aufstellen und wurde schließlich gewählt.
Mit dem Manöver gegen Pazderski haben die AfD-Delegierten gezeigt, dass sie keine gemäßigte Politik im Vorstand wollen.
Pazderski hatte dafür geworben, mit der AfD Regierungsverantwortung zu übernehmen – also weniger radikal aufzutreten. Der völkische Flügel aber will lieber weiter auf Krawall setzen.
Georg Pazderski(Bild: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Es bedeutet aber auch: Der völkische Flügel war nicht stark genug, ihre erste Kandidatin Sayn-Wittgenstein durchzusetzen. Beide Lager haben sich gegenseitig torpediert. 

Insgesamt rückte die AfD also weiter nach rechts – es gibt aber noch bürgerliche Stimmen, die sich dem völkischen Flügel entgegenstellen.

So wollten am Wochenende Demonstranten den AfD-Parteitag verhindern:


Tech

Venezuela ist pleite – und will sich nun mit eigener Kryptowährung retten
Sie soll "Petro" heißen.
Was ist passiert?

Venezuelas Staatschef Nicolàs Maduro will dem Land mit einer eigenen Kryptowährung aus der Krise helfen. Das gab er am Montag in seiner TV-Sendung "Domingos con Maduro" (Sonntage mit Maduro) bekannt. 

Die Währung soll "Petro" heißen, eine Abkürzung von "Petróleo" wie Erdöl. Der Name nimmt damit Bezug auf die wertvollste Ressource im Land. Venezuela hat die größten Erdölreserven der Welt. Maduro sagte, so "den Finanzkrieg" bekämpfen zu wollen, den die USA und ihre Alliierten gegen das sozialistische Venezuela führen. (Handelsblatt)