Die AfD inszeniert sich gerne als Behüterin des christlich geprägten Abendlandes – doch im Landtagswahlkampf in Bayern bekommt die Partei jetzt Gegenwind von der katholischen Kirche. Der Grund ist ein Plakat, dass die Partei nur 50 Meter entfernt von einer Flüchtlingsunterkunft in Weichs bei Dachau aufgestellt hatte. Darauf die Sprüche: "Christliche Werte schützen!" und "Der Islam gehört nicht zu Bayern!"

Für die örtliche Kirchengemeinde offenbar eine Provokation zu viel: Die Gemeindereferentin kündigte an, sich gegen die Aktion wehren zu wollen und spricht von einer "Vereinnahmung". Das Christentum grenze keine Menschen aus. (Merkur)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kirche sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu Wort meldet. (bento)

Das Vorgehen der AfD widerspricht dem komplett.
Gemeindereferentin Elisabeth Gilliar

Auch bei den anderen Bewohnern des Dorfes kam das Plakat vor der Unterkunft von 34 geflüchteten Menschen offenbar schlecht an. Der Münchner "Merkur" zitiert eine Anwohnerin mit den Worten:

Ich denke, als bayerische Katholikin kann ich nicht hinnehmen, wie hier der christliche Glaube für das Ausgrenzen von Menschen instrumentalisiert wird. Genauso wenig wie der Freistaat, für den einst das Prinzip der liberalitas bavariae galt, nun als Ausgrenzungsstaat gekennzeichnet wird.

Die örtliche SPD distanzierte sich ebenfalls, die Aktion der Konkurrenz sei "widerlich". Von der Partei heißt es, die Aufsteller hätten außerdem "dumme Sprüche" geäußert, als das Plakat aufgestellt wurde.

AfD spricht von einem Missverständnis

Für den örtlichen AfD-Landtagskandidaten reichte der Gegenwind in der Gemeinde offensichtlich aus, um sich hastig von der Aktion vor der Asylunterkunft zu distanzieren. 

Wir haben das Plakat nicht mit Absicht aufgestellt.
AfD-Landtagskandidat Christoph Steier

Man habe keineswegs provozieren wollen, so der Politiker im "Merkur". Eigentlich hätten nur Fotos der örtlichen Kandidaten plakatiert werden sollen. Die AfD-Motive mit dem islamfeindlichen Spruch seien "versehentlich" geliefert worden.

Warum die Plakate dennoch aufgestellt wurden, sagte er nicht. 


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