Bild: dpa/Sebastian Willnow
#IchWaehleAfD ist nicht das, wonach es aussieht

Es gibt nur wenige Parteien in Deutschland, die Social Media so virtuos bespielen wie die AfD. Die meisten Facebook-Fans, die wütendsten Twitter-Aktionen – und selbst, wenn eine hochrangige AfD-Politikerin Dinge mal nur aus Versehen postet, bleiben sie haften.

Am Dienstagmorgen führte jedoch ein Hashtag die Trending Topics in Deutschland an, den sich die AfD so nicht wünscht:

#IchWaehleAfD

Was erst mal pro Partei klingt, ist in Wahrheit das Gegenteil. Der Twitter-Nutzer @BauN3RD hat begonnen, den Hashtag zu kapern, um witzige bis feindliche Tweets gegen die AfD zu sammeln:

Viele Nutzer folgen seinem Aufruf:
Wie ist der Twitter-Trend einzuordnen?

Eher als "Trendchen": Knapp 500 Tweets gab es dazu in der vergangenen Stunde (vielleicht sogar die Mehrheit von @BauN3RD), also keinen wirklichen Shitstorm. Dass #IchWaehleAfD dennoch trendet, sei "bei gerade mal 900.000 regelmäßig aktiven Deutsche" nicht verwunderlich, sagt der Blogger Martin Fuchs, der politische Parteien in Social-Media-Fragen berät. ("WirtschaftsWoche" über aktive Twitter-Nutzung)

Einer kritischen Einordnung der Parteiziele helfe die Aktion auf jeden Fall nicht, meint Fuchs: "Das ist nur billiges Lustigmachen und Bashing und mobilisert allein die AfD-kritische Blase. AfD-Anhänger hingegen fühlen sich noch stärker in ihrem Underdog-Image bestätigt."

Entsprechend gibt es im Netz auch Kritik:

Der Ursprung von #IchWaehleAfD ist übrigens knapp zwei Jahre alt und war ernst gemeint. Ein AfD-Kreisvorstand aus Pinneberg hat den Hashtag erfunden:

Mehr AfD bei bento

Wir mussten die Kommentare leider schließen, weil es zu viele Beleidigungen gab und nicht über das Thema diskutiert wurde.


Haha

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Und alles, was der will, ist knuddeln: